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Es gab Zeiten, die hätten die Harburger Grünen ihre Mitgliederversammlung problemlos in einem VW Bus (Neun-Sitzer) durchführen können. Der bundesweite Aufschwung der Partei hat jetzt aber auch dem Harburger Kreisverband einen Zuwachs beschert – seit Sommer 2018 um 25 Prozent. Ende 2018 konnte mit Martin Wittler das 100. Mitglied begrüßt werden. Ob der Rückenwind bis zum 26. Mai anhält? Dann wird in Hamburg gleich zweimal gewählt: das Europaparlament und die sieben Bezirksversammlungen.
Auf dem Weg nach oben, zumindest was die Anzahl der Parteigenossen angeht, sind auch die Harburger Sozialdemokraten. „Die Mitgliederzahl hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt“, berichtet der Kreisvorsitzende Frank Richter. „Zwischen 2015 und 2018 sind es etwa 70 Mitglieder mehr geworden.“ Die Ursachen für diese Entwicklung liegen laut Richter „vor allem in der Furcht vor einem dauerhaften Rechtsruck in Deutschland und Europa.“ Zur Zeit haben rund 880 Harburger ein SPD-Parteibuch.
Da liegt der CDU Kreisverband mit seinen 800 Mitgliedern in der langjährigen SPD-Hochburg Harburg fast gleichauf. „Die letzten zwei, drei
Jahre hat die Mitgliederent-wicklung stagniert“, so der Kreisvorsitzende Uwe Schneider, der aktuell einen leichten Anstieg bemerkt. „Die Leute haben wieder ein Stück weit Lust auf Politik.“
Beim FDP Kreisverband Harburg hat die Vorsitzende Viktoria Isabell Ehlers eine Aufbruchstimmung ausgemacht, ausgelöst durch Christian Lindner. „Nach der Bundestagswahl 2017 gab es einen deutlichen Mitgliederzuwachs.“
Dass sich die FDP damals nach endlosen Verhandlungen einer Regierung mit CDU und Grünen verweigerte, änderte nichts. „Es gab bei uns weder Ein- noch Austritte.“ Die Harburger Liberalen haben (ohne Süderelbe) fast 100 Mitglieder.
Die Harburger Linken und die AfD haben auf die Wochenblatt-Anfragen nicht geantwortet.

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