Journalistin Friederike Voigt und Manfred Heinz (Elbe Wochenblatt Verlag) bei der inhaltlichen Bewertung der Schülerzeitungen. Foto: Jugendpresse Deutschland/Erik-Holm Langhof

Von Manfred R. Heinz.

Wer wissen möchte, was Schüler bewegt, der muss ihre Zeitungen lesen. Es lohnt sich. Aufmachung, Themenvielfalt und die gute Qualität der Beiträge sind erstaunlich. Unter dem Motto „Kein Blatt vor dem Mund“ gibt es seit 2004 jährlich einen bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb, der das Engagement von Schülerinnen und Schülern außerhalb des Unterrichts honoriert.
Der Wettbewerb wird von der „Jugendpresse Deutschland“ und den Ländern veranstaltet. Ziel ist es, die demokratischen Strukturen an Schulen zu stärken und journalistische Arbeitsmethoden zu fördern. In diesem Jahr gab es rund 1.900 Einsendungen. Am Freitag der vergangenen Woche galt es „die Besten der Besten“ zu küren.
Die Jury bestand aus professionellen, ebenso Nachwuchs-Journalistinnen und -journalisten sowie Vertretern und Vertreterinnen der Kultusministerien der Länder. Sie alle bewerteten die Zeitungen nach Schulbezogenheit, Jugendrelevanz, aber auch nach Schreibstil, Layout und Aktualität. Online-Schülerzeitungen konnten genauso wie gedruckte Ausgaben am Wettbewerb teilnehmen. Am Ende der Arbeitssitzungen standen 37 Schülerzeitungen als Gewinner der begehrten Auszeichnungen fest. Mit dabei sind die „Gumbrechtstraßennews“ aus Harburg (Grundschule, Förderpreis), „Pepperoni“, Stadtteilschule Waldörfer (Gymnasium, 3.Platz) sowie „GoPublic“ vom Gymnasium Othmarschen (für das beste Interview). Auf die Redaktionen warten Geldpreise, Workshops und eine Einladung in den Bundesrat nach Berlin.
Das Elbe Wochenblatt verlieh einen hochdotierten Sonderpreis für das Themenfeld „Total lokal – Bester Beitrag aus der Nachbarschaft“. Als Preisträger dieser Kategorie wurde die Schülerzeitung „Was Strammes“ der Hauptschule Bergheim (Nordrhein-Westfalen) gewürdigt. Michael Heinz (Geschäftsführer Elbe Wochenblatt): „Neben Familie und Schule ist die Nachbarschaft ein wichtiger Sozialraum, in dem junge Menschen aktiv mitgestalten und sich mit ihren Fertigkeiten einbringen können. Die Abbildung der vielfältigen Geschehnisse im unmittelbaren Wohnumfeld ist ein wichtiger Baustein zur Ausformung von Gemeinschaft, Verständnis und Toleranz. Wir werden auch in den kommenden Jahren den Schülerzeitungswettbewerb partnerschaftlich begleiten.“
Hamburgs Schulsenator Ties Rabe dankte allen Kooperationspartnern und Jury-Mitgliedern für ihre Arbeit: „Ich freue mich, dass die Endrunde des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder in diesem Jahr erstmalig in Hamburg stattgefunden hat. Hamburg ist dem Wettbewerb seit seinem Beginn im Jahr 2004 besonders verbunden. Als Medienstadt sehen wir es als Aufgabe, den journalistischen Nachwuchs zu fördern und zu würdigen. Deswegen gratuliere ich allen Schülerzeitungsredaktionen, die in diesem Jahr einen Preis gewonnen haben.“
Ties Rabe war nach seinem Studium viele Jahre Redaktionsleiter beim Elbe Wochenblatt und betonte seine Verbundenheit zu gut gemachten Nachbarschaftszeitungen, insbesondere die Bedeutung sorgfältiger Recherche und fundierter Berichterstattung.

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