Die Katholische Schule Harburg soll vom Reeseberg in die Räume des Niels-Stensen-Gymnasiums umziehen und dort zur Grund- und Stadtteilschule ausgebaut werden. Foto: pr
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Wie geht’s weiter mit der Katholischen Schule Harburg? Das Erzbistum Hamburg möchte die KSH zu einer Grund- und Stadtteilschule entwickeln. Dafür werden nach Auskunft von Christopher Haep, Leiter Abteilung Schule und Hochschule im Erzbistum, die rund 15,5 Millionen Euro benötigt. Geld, das das Erzbistum allein nicht aufbringen kann. Ist die Finanzierung nicht bis Ende Januar 2020 geklärt – das Erzbistum wirbt um Spenden – droht der KSH das Aus – ebenso wie der Katholischen Schule Neugraben und dem Niels-Stensen-Gymnasium. Über den aktuellen Sachstand wird ein Vertreter des Erzbistums in einer öffentlichen Sondersitzung des Harburger Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration am Mittwoch, 27. Februar, informieren. Die von der SPD beantragte öffentliche Sondersitzung findet ab 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Harburger Rathauses, Harburger Rathausplatz 1, statt.

„Die Zukunft der katholischen Schulen ist hier aber auch nur ein Thema. Zähneknirschend mussten wir zusehen, wie das katholische Schulsystem in Harburg zerschlagen wurde“, meint die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Loss. „Mit der katholischen Schule in Neugraben hat es schon vor Jahren begonnen, das Niels-Stensen-Gymnasium in Harburg ist beinahe Geschichte und auch die Gnadenfristen für die sogenannten Moratoriumschulen ist auch nur ein Sterben auf Raten. Hier ist realistisch auch keine Hoffnung mehr vorhanden. Das hat an den Menschen vor Ort gezehrt, hat sie zum Teil kraftlos und verzweifelt, aber auch wütend gemacht. Doch der Sparkurs wird weitergehen. Neben den Schulen werden auch kirchliche Kitas, Gemeindehäuser, ganze Gemeinden auf den betriebswirtschaftlichen Prüfstand gestellt. Sogar die Trägerschaft der Krankenhäuser des Erzbistums wird seitens des Erzbischofs zur Disposition gestellt. Wir wollen wissen, wie es für uns in Harburg weitergehen wird. Und zwar jetzt, denn wir haben anders als die Kirche keine zweitausend Jahre Zeit.“

 

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