Staatsrat Christoph Holstein lieferte unter den Augen des sportlichen Nachwuchses eine durchaus launige Rede. Foto: MS
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Mateo Schneider, Bahrenfeld

Am Ende haben sich dann doch alle lieb gehabt. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen einer achtjährigen Planungs- und Bauphase und unzähliger Verzögerungen strahlten bei der Eröffnung der neuen Sportanlage Baurstraße am vergangenen Sonnabend die Sonne und mehrere Hundert Gesichter um die Wette.
„Wir haben aber keine E-Mails geschrieben und nach Schuldigen gesucht“, erklärte der gut gelaunte Sportstaatsrat Christoph Holstein im Beisein der Bezirksamtsleiterin Liane Melzer und unzähliger weiterer Gäste in seiner Eröffnungsrede. Nach Abschluss der Bauarbeiten hatte sich sogar herausgestellt, dass eine wichtige Stromzufuhr vergessen worden war. „Wir haben uns zusammengesetzt und das Problem gelöst.“

Herausgekommen ist mit bislang vier Kunstrasenfeldern eine der größten Sportanlagen Hamburgs. Ein fünftes wird endgültig fertiggestellt, sobald der Betondeckel über der unmittelbar angrenzenden A7 gegossen ist. Holstein betonte weiter, dass „die Baurstraße“ nicht nur dem organisierten Vereinssport, sondern auch dem unorganisierten Breitensport eine Heimat geben solle. Teilen werden sich die Anlage Altona 93, der Bahrenfelder SV 19 und die serbische Sportgemeinschaft Nikola Tesla.

„Nach Jahrzehnten hat Altona 93 endlich eine neue gemeinsame Heimat für seine über 1.000 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gefunden“, sagte der sichtlich glückliche Dirk Barthel, Präsident des AFC. Bisher waren die Jugend- und viele Erwachsenenmannschaften des Vereins auf den Sportplätzen am
Trenknerweg und am Othmarscher Kirchenweg verstreut, die zukünftig für Wohnbebauung vorgesehen sind, ebenso wie der Sportplatz Wichmannstraße.

Auch der Bahrenfelder SV, der gemeinsam mit dem AFC das große Funktionsgebäude nutzen wird, sieht in der Fertigstellung einen Meilenstein in seiner Entwicklung. „Endlich ist unser dreijähriges Exil an der Notkestraße beendet, und wir sind wieder da, wo wir hingehören“, sagte der BSV-Vorsitzende Ralph Boeddeker. Für Nikola Tesla wird neben dem Funktionsgebäude noch ein Funktionscontainer aufgestellt.

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