Auch dieser Strommast wird verschwinden. Foto: SB

Von Siegmund Borstel.

Oberirdische Hochspannungsleitungen und ein modernes Wohn- und Geschäftsquartier – das passt einfach nicht zusammen. Der Harburger Binnenhafen wird (noch) von mehreren Hochspannungstrassen durchquert. Einige Leitungen werden unter die Erde verlegt. Bis Ende 2019 werden zwei der unansehnlichen Strommasten in Harburgs jüngstem Quartier verschwunden sein. Das hat Stromnetz Hamburg bestätigt.
Dabei handelt es sich um zwei Masten der Hochspannungsleitung, die in Nord-Süd-Richtung durch den Binnenhafen verläuft. Der 33 Meter hohe Mast in Höhe des Kulturkiosks am Kanalplatz, Ecke Blohmstraße, wird abgebaut. Ebenso der 46 Meter hohe Strommast auf der anderen Seite des Lotsekanals, (Lotsekai, Ecke Dampfschiffsweg).

Wenn allles installiert und angeschlossen ist, wird die bestehende Hochspannungsleitung auf einer Länge von
432 Metern
zurückgebaut
Anette Polkehn-Appel,
Stromnetz Hamburg

Unter dem Lotsekanal soll dafür ein Düker entstehen, durch den die Hochspannungsleitung dann künftig verlaufen kann. Die Bauarbeiten von Stromnetz Hamburg sind bereits in vollem Gange. Ein Schwimmkran ist vor Ort, ein Teil der Spundwände ist schon eingezogen.
Der Düker soll bereits bis Sommer fertig gestellt sein. „Wenn alles installiert und angeschlossen ist, wird die bestehende Hochspannungsleitung auf einer Länge von 432 Meter zurückgebaut“, sagt Anette Polkehn-Appel, Pressesprecherin von Stromnetz Hamburg.
Der weiterer Mast soll für die neue Kabelaufführung ausgerüstet und mit einem entsprechenden schwereren Fundament versehen werden. Dort wird dann das Erdkabel angebunden.
Hauptgrund für den Rück-bau der Strommasten ist der Neubau des Fraunhofer Instituts auf dem Eckgrundstück am Kanalplatz neben der Fischhalle. Einer der Strommasten steht direkt auf dem Grundstück, das bald bebaut werden soll. Über die Kosten der Baumaßnahme macht Stromnetz Hamburg keine Angaben.

Was ist ein Düker?

Unter einem Düker versteht man eine Druckleitung zur Unterquerung einer Straße, eines Tunnels, eines Flusses, von Bahngleisen oder Ähnlichem.
Das Rohr kann zum Beispiel eine Gas-, Abwasser- oder Trinkwasserleitung oder auch eine Grundwasser- oder Öl-Pipeline aufnehmen.
Durch die Unterführung im Binnenhafen wird in diesem Fall die Stromleitung unter dem Lotsekanal durchgeführt und am anderen Ende des Ufers an die nächste Hochspannungsleitung angelegt.

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