Thomas Bressau ist bei der Hamburger Schulbehörde der Referent für Schülerwettbewerbe und gleichzeitig der Bundesprojektleiter für den Schülerzeitungswettbewerb der Länder. Foto: pr

Sabine Langner, Hamburg

Am kommenden Donnerstag und Freitag treffen sich mehr als 80 Menschen aus ganz Deutschland in Hamburg. Mit dabei sind Mitarbeiter aus allen Bildungsministerien der 16 Bundesländer, Lehrer, Schüler, Vertreter verschiedener Stiftungen sowie Journalisten verschiedener regionaler und überregionaler Medien. Sie alle kommen zur Bundesjurysitzung des Schülerzeitungswettbewerbes der Länder.

Ihre Aufgabe: Rund 730 Schülerzeitungen aus ganz Deutschland lesen und die besten auswählen. Den Gewinnern winkt neben Preisgeldern ein Aufenthalt in Berlin mit einem Kongress und einem anschließenden Besuch im Bundesrat, wo die Sieger vom amtierenden Bundesratspräsidenten ausgezeichnet werden. Wie wichtig dieser Wettbewerb in Zeiten von „Fake News“ ist , erklärt der Bundesprojektleiter Thomas Bressau (Schulbehörde Hamburg)

Herr Bressau, was macht man als Bundesprojektleiter des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder?
Hamburg hat zum ersten Mal die Projektleitung übernommen. Das ist eine tolle Chance, den Schülerzeitungswettbewerb weiter zu entwickeln. Dabei geht es zum Beispiel darum, wie Online-Schülerzeitungen im Wettbewerb künftig noch besser berücksichtigt werden können. Zusammen mit den Kooperationspartnern, dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Jugendpresse Deutschland, kümmere ich mich aber auch um die Finanzen. Die Schülerzeitungsredaktionen sollen ja auch belohnt werden für ihre Arbeit. Und schließlich organisiert unser Team auch die Bundesjurysitzung in Hamburg.

Über 80 Juroren, das klingt nach großem Organisationsaufwand?
Ja, wir planen seit August – und ein bisschen Lampenfieber ist auch im Spiel. Aber Hamburg passt als Medienstadt wunderbar und wird ein guter Gastgeber sein.

Warum sind Schülerzeitungen so wichtig?
Wenn Schülerzeitungen gut gemacht sind – und das bedeutet, dass die Schüler tatsächlich frei schreiben können, was sie bewegt und dass sie dabei nicht von Lehrern oder Schulleitungen reglementiert werden – dann sind sie ein tolles Instrument zur Demokratieerziehung. Sie berichten darüber, was den Schülern wichtig ist. Sie gucken über den Tellerrand hinaus. Und sie entdecken auch immer wieder spannende Geschichten aus ihrem Stadtteil.

Genau deshalb ist auch das Elbe Wochenblatt zum ersten Mal mit dabei und stiftet einen Sonderpreis für die beste Lokalgeschichte. Medien sind wichtig, weil es ohne vielfältige Medien schwierig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden.

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