Foto: HH Towers

Von Rupert Fabig/HH Towers.

Eine empfindliche Niederlage hat die Hamburg Towers im Rennen um die Playoff-Positionierung zurückgeworfen. Dem Heimvorteil zum Trotz war die Mannschaft von Headcoach Mike Taylor beim 64:77 (51:55, 33:35, 18:17) gegen Phoenix Hagen nahezu chancenlos. Vor 3400 Zuschauern in der edel-optics.de Arena war es im zwölften Spiel erst die zweite Niederlage im eigenen Haus.

Abermals begann Hamburg mit Scootie Guyton, Malik Müller, Drew Barham, Beau Beech und Jannik Freese. Vor herausragender Kulisse, an der beide Fanlager großen Anteil hatten, entwickelte sich direkt eine Partie, die mit offenem Visier geführt wurde. Nord- wie Westdeutsche zogen munter zum Korb – trafen dort allerdings unterdurchschnittlich. Besser lief es aus der Distanz, insbesondere für die Gäste, die sich bis auf 17:12 (8. Minute) absetzten. Die bereits in Baunach demonstrierte, äußerst aggressive Ganzfeld-Verteidigung brachte den Favoriten wieder heran, Max Montana per Dreier mit 18:17 in Führung, bei der es bis zum Viertelende blieb.

Vom Defensiv-Konzept der Towers offenbar beeindruckt, kopierten es die Hagener prompt. Daraus entstand nicht nur ein 22:18-Vorsprung, sondern auch eine Blitz-Auszeit von Taylor (11.). Diese brachte allerdings nicht den erhofften Effekt. Stattdessen sank der Prozentwert, mit der die Hausherren ihre Würfe verwandelten, unter den Zentimeter-Wert von Montanas Hose (20:29/14.). Den Ami-Kumpels Beech und Barham sei Dank änderte sich dies bald. Nur kurze Zeit standen die Anhänger der Hamburger unter Schock, ehe sie das 30:31 (16.). wieder etwas beruhigte und Beechs Korbleger zum 32:31 (18.) euphorisierte. Zur Halbzeit lagen die Feuervögel wieder mit 35:33 vorne.

Obwohl die Wilhelmsburger die Führung nach dem Seitenwechsel flugs zurückeroberten, überzeugten sie nicht zur Gänze. Es war weniger die physische Müdigkeit vom zwei Tage zuvor in Baunach absolvierten Spiel als die kurze Vorbereitungszeit, die Taylors Akteuren zu schaffen machte. Mitunter waren die Abläufe im Angriffe etwas unrund, Rotationen am anderen Ende des Courts nicht scharf. Dass der einstmalige Erstligist körperlich robust zu Werke ging, vereinfachte die Aufgabe gewiss nicht. Die Towers mussten sich quälen, um den Rivalen auf Abstand zu halten. Die Trefferquote blieb überschaubar, doch eine engagierte Abwehrleistung hielt den Tabellenzweiten in Schlagdistanz (51:55).

Dauerhaft ließ sich so gegen die starken Hagener kein Staat machen. Sukzessive setzte sich das Team des Kanadiers Chris Harris ab. Zwar spielten die Schwarz-Weißen freie Dreier heraus, setzten diese aber reihenweise auf den Ring oder gar daneben. Unter dem Jubel der frenetisch feiernden 120 westfälischen Fans erhöhte Nationalspieler Jonas Grof auf 67:58 (35.). Hamburg wirkte ratlos, Hagen legte nach (73:58/36.). Zwar setzten die Towers zum tapferen Endspurt an, blieben allerdings zu ungenau im Abschluss.

„Gegen die physische Verteidigung Hagens sind wir heute überhaupt nicht zurechtgekommen. Ein Meisterschaftsteam findet trotzdem Wege, ein solches Spiel noch zu gewinnen, uns ist dies jedoch nicht gelungen. Trotzdem bin ich überzeugt, dass meine Jungs bald wieder in die Spur finden. Kompliment und Respekt an Chris und seine Mannschaft“, betonte Taylor.

Hamburg Towers: Guyton (3 Punkte), Zazai (4), Beech (12/7 Rebounds), Walker (3), Montana (6), Kovacevic (2), Müller (9), Freese (0/8 Rebounds), Raffington (4), Barham (19).

Nun haben die Towers Zeit für einen Kurzurlaub. Das kommende Wochenende ist spielfrei, da die Begegnung bei den Baunach Young Pikes nach vorne geschoben worden war. Die Pause kann das Taylor-Team gebrauchen, denn am Freitag, 1. März, steigt es beim FC Schalke 04 direkt wieder in den nächsten Doppelspieltag ein.

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