Für jede der fünf Bau- phasen wird es eigene Verkehrsführungen geben. Zusätzlich müssen eine provisorische Fahrbahn für eine Einbahnstraße und ein provisorischer Gehweg gebaut werden. Foto: wit
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Erfolg für Anwohner und Pendler aus dem Landkreis: Die angekündigte neunmonatige Vollsperrung des Ehestorfer Heuwegs ist vom Tisch. Statt von März bis September muss die Straße zwischen der niedersächsischen Landesgrenze und der Rudolph-Steiner-Schule nun nur noch vier Wochen Ende dieses Jahres gesperrt werden. Dies teilte der Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminis-ter Bernd Althusmann mit. Durch den neuen Ablauf werden sich die Baukosten um rund 800.000 Euro erhöhen. Am Mittwoch, 27. Februar, wird der zuständige Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) ab 18.30 Uhr im Landhaus Jägerhof, Ehestorfer Heuweg 12, die überarbeiteten Pläne vorstellen.
Der neue Bauablauf wird durch eine kleinteilige Arbeit in fünf Bauphasen möglich. In dieser Zeit wird die Verkehrsführung mehrfach umgebaut. Mit einer wechselnden Einbahnstraßenregelung soll der Autoverkehr nun an der Baustelle vorbei geführt werden, wenn die neuen Fahrbahnen und die Straßenentwässerungsleitungen hergestellt werden. Eine Vollsperrung kann so weitgehend verhindert werden. Die Arbeiten beginnen am 4. März und enden im Dezember 2019.

Ich freue mich, dass nun eine Möglichkeit gefunden wurde, die Anwohner zu entlasten
Bernd Althusmann,
Verkehrsminister

„Der Ehestorfer Heuweg ist für niedersächsische Pendler eine zentrale Verbindung nach Hamburg, die sie täglich nutzen. Eine Vollsperrung ist für diese eine riesige Belastung. Deshalb habe ich mich für Niedersachsen kontinuierlich dafür eingesetzt, hier eine bessere Lösung zu finden. Ich freue mich, dass nun eine Möglichkeit gefunden wurde, die Anwohner zu entlasten und sie wieder mobil zu machen“, so Althusmann.
Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann sagt: „Zwar dauern die Arbeiten auf dem ersten Bauabschnitt jetzt länger und werden mehr kosten. Aber mit dieser Lösung werden die Menschen auf beiden Seiten der Landesgrenze deutlich besser an ihr Ziel kommen als zunächst angenommen.“ Die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt (nördlicher Ehestorfer Heuweg bis zur B73) sollen 2020 durchgeführt werden.
Nicht alle Anwohner sind mit den neuen Planungen einverstanden. So befürchtet Uwe Hansen erhebliche Probleme, besonders für Pflegebedürftige: „Bei der Einbahnstraßenregelung müssen Sozialdienste und Dienstleister weiter in einer Richtung den großen zehn Kilometer langen Umweg machen. Das ist untragbar für Pflegedienste, besonders wenn sie bei Patienten nur einen kurzen Einsatz haben, etwa zum Spritzen oder Trombosestrümpfe anziehen. Die können sich, weil sie danach sofort zum nächsten Patienten müssen, den Umweg nicht leisten. Sie werden deshalb dem Patienten kündigen.“

Warum wird gebaut?

„Der Ehestorfer Heuweg muss saniert werden, weil die Geh- und Radwege nicht mehr dem geforderten Standard entsprechen und in einem schlechten Zustand sind. Auch die Fahrbahn und die Entwässerungseinrichtungen müssen dringend erneuert werden.
Zudem wird ein Unfallschwerpunkt entschärft und insbesondere für die Schüler der Rudolf-Steiner-Schule ein verkehrssicherer Schulweg hergestellt“, heißt es in einer Mitteilung des Niedersächsischen Verkehrsministeriums.

Das ist geplant

Für jede der fünf Bauphasen wird es eigene Verkehrsführungen geben. Zusätzlich müssen eine provisorische Fahrbahn für eine Einbahnstraße und ein provisorischer Gehweg gebaut werden. So kann der Verkehr am Baufeld vorbei geführt werden, wenn die neuen Fahrbahnen und die Straßenentwässerungsleitungen hergestellt werden.
Statt einer Vollsperrung kann so eine wechselnde Einbahnstraßenregelung für den Autoverkehr getroffen werden: Von fünf bis zwölf Uhr kann das Baufeld in Richtung Norden passiert werden, von zwölf bis fünf Uhr in Richtung Süden.
Im Baustellenbereich wird das Radfahren aufgrund der geringen Breite des Weges untersagt. In einigen Bauphasen sind am Baustellenanfang und -ende außerdem Ampeln für den Fußgängerverkehr erforderlich.
Zum Einbau der letzten Asphaltschichten in die Fahrbahn und für Arbeiten an den Grünstreifen ist zum Ende der Bauzeit eine Vollsperrung für etwa vier Wochen notwendig

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