ls dieser Teil der heutigen Waitzstraße noch Zeisestraße hieß: circa 1910 (Waitzstraße 18, 20), im Vordergrund eine Frau mit Jungmä̈dchen-Hä̈ubchen. Unten: Die Häuser stehen noch: Die Waitzstraße 2014 vor dem Umbau. Fotos: Sammlung Beilfuß

„Die beiden Häuser stehen noch, aber 100 Jahre später hat sich sonst alles an der Straße verändert. Selbst ihr Name“, sagt Christoph Beilfuß (71) während er dem Besucher eine Postkarte der Zeisestraße in Groß Flottbek, die längst Waitzstraße heißt, zeigt. Dort, wo heute der Waitzplatz ist, promenierte eine Frau im weißen Kleid mit Jungmädchen-Häubchen und ihrem Hund.

Das Foto dieser Vorstadtidylle um 1910 ist eines von 119 Bildern der Ausstellung „Die Waitzstraße – früher und heute“, die Erika und Christoph Beilfuß vom Verein Archiv Flottbek-Othmarschen des Bürgervereins zusammengestellt haben. Ihre Auswahl haben sie auf den Waitzstraßen-Abschnitt vom Beselerplatz bis zum Gebäude der Volkshochschule West beschränkt, wo die Ausstellung am Dienstag, 5. Februar, um 18 Uhr eröffnet wird.

Der ständige Wandel ist in der beliebten Einkaufsstraße besonders auffällig. Die Ausstellungsmacher tragen dem Rechnung, in dem sie versucht haben, eine Chronologie der Geschäftsinhaber aufzuzeichnen. „Wer erinnert sich noch an Burmeister?“, stellt Beilfuß als guter Erzähler eine eher rhetorische Frage. Denn viele Besucher werden sicherlich Anekdoten über das 1905 gegründete Spielwaren- und Haushaltswarengeschäft, wo jetzt „Dat Backhus“ Brötchen verkauft, zum Besten geben können.

Jens Kraglund fotografierte die „Waitze“ 30 Jahre lang

Ein anderer Ladeninhaber hat den Ausstellungsmachern sein Fotoarchiv zur Verfügung gestellt: Jens Kraglund. Er hatte viele Jahre in der Waitzstraße ein Fotogeschäft, hat die Zeit vom Ende der 1960er-Jahre bis 2000 dokumentiert. Ein anderer Fotograf, Manfred Schulze-Alex, half bei der Bildbearbeitung der historischen Postkarten, von denen viele aus der Sammlung von Erika und Christoph Beilfuß stammen. „Häufig waren wir bei Sammlerbörsen und haben auf der Suche nach alten Motiven durchaus Ehrgeiz entwickelt“, spricht Erika Beilfuß vom gemeinsamen Hobby der Eheleute.

500 Bilder der Waitzstraße hatten sie im vergangenen Sommer gesichtet. „Natürlich dominieren die älteren Aufnahmen“, so Christoph Beilfuß, „aber es gibt auch viele Bilder der jüngeren Zeit, die die Entwicklung der Waitzstraße zeigen.“ Wem der sorgfältig recherchierte Begleittext zu den einzelnen Bildern nicht reicht, der kann auch an einer Führung durch die Ausstellung teilnehmen (genaue Termine siehe Infotext).

❱❱ Fotoausstellung „Die Waitzstraße früher und heute“, Volkshochschule, Waitzstraße 31, bis 31. August 2019

Führungen:
Do 7. Februar, 10 Uhr
Mi 13. Februar, 17 Uhr
Di 19. Februar, 17 Uhr
Mo 25. Februar, 18 Uhr
Montag, 18. März, 17 Uhr
Sonnabend, 23. März, 10 Uhr
Freitag, 5. April, 17 Uhr
Donnerstag, 11. April, 10 Uhr
Mittwoch, 24. April, 17 Uhr
Montag, 29. April, 10 Uhr
Treffpunkt Volkshochschule, Waitzstraße 31, im Haus A, erste Etage, ohne Anmeldung
Kontakt: Christoph Beilfuß unter Tel. 880 22 45 oder
unter christoph.beilfuss@ gmx.de

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here