Dank mit einem Transparent an die Fans am Blomkamp. Foto: tus osdorf/facebook

Mateo Schneider, Osdorf

Die Geschichte von der fast märchenhaften Reise aus Hamburgs unterster in Hamburgs höchste Spielklasse ist wahrscheinlich schon Hunderte Male erzählt worden: Von der Kreisklasse 2007 bis in die Oberliga 2016 – diesen Ritt haben neben dem TuS Osdorf nur ganz wenige Vereine im Hamburger Fußballverband hingelegt.
Seit ihrem Aufstieg in die Oberliga sind die Osdorfer in jeder Spielzeit zum Kreis der Abstiegskandidaten gezählt worden, jedes Mal haben sie die Liga gerockt und als Sechster und Elfter souverän den Klassenerhalt geschafft.

Nach ihrem 3:2-Auftaktsieg zu Beginn der Restserie beim abstiegsbedrohten Aufsteiger HEBC ist der Klassenerhalt als Sechster frühzeitig eingetütet, die Köpfe frei für die zukünftige Gestaltung des „Osdorfer Wegs“, wie Liga-Manager Cemil Yavas das Konzept für den Ligabereich gerne bezeichnet.
Der Verein will eine Adresse „für junge, erfolgshungrige Spieler“ sein, „die bei uns den nächsten Schritt gehen können. Wir sind das beste Beispiel dafür, dass man nicht unbedingt Tausende von Euro in die Hand nehmen muss, um in der Oberliga bestehen zu können.“
Nun kommen die angesprochenen Akteure nicht nur wegen der guten Luft am Blomkamp oder der leckeren Frikadellen des Platz-Imbisses nach Osdorf. Und selbst bei kolportierten Punkteprämien für alle Akteure in zweistelliger Höhe kommen leicht Tausende von Euro zusammen. Aber die Osdorfer können auch mit vorausschauender Arbeit punkten.

Bislang ist die jahrelange Erfolgswelle zum großen Teil durch die emotionale und eher „bauchgesteuerte“ Arbeit von Trainer „Piet“ Wiehle“ und seinem Team angetrieben worden. Der ehemalige Zweitligaspieler bei Eintracht Braunschweig und Oberligakicker beim VfL 93, SV Lurup und SC Concordia leitet den Kader seit dem 3. März 2012 an. Wiehle und Yavas haben aber erkannt, dass das dauerhaft nicht reicht und mit Philipp Obloch vom Bezirksligisten Roland Wedel für die kommende Saison einen eher analytisch arbeitenden, dann gleichberechtigten Trainer hinzugeholt. Mit dem Ziel, den Kader taktisch weiterzu entwickeln. Ein weiteres Ziel für die Zukunft wird sicherlich sein, trotz aller erzwungenen, aber erfolgreichen Bescheidenheit die finanzielle Basis zu erweitern.

❱❱ Nächstes Heimspiel: Freitag, 15. Februar, 1930 Uhr: TuS Osdorf – Niendorfer TSV, Blomkamp 30

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