Hochstehende Gehwegplatten: Wer beim Gehen gerne auf sein Handy schaut, hat hier schlechte Karten. Fotos: cvs

Ch. v. Savigny, Altona

Der Bürgersteig auf der Ostseite der Holstenstraße – zwischen den Einmündungen Thaden- und Scheplerstraße – macht einen verwahrlosten Eindruck: Viele Gehwehplatten stehen hoch und bilden gefährliche Stolperfallen. Insbesondere rund um die Wurzelbereiche der dort stehenden Bäume sind regelrechte Bodenwellen entstanden, über die man als Fußgänger leicht stürzen kann. In den Senken hat sich Wasser angesammelt, das bei dem derzeit herrschenden Frostwetter zur Rutschgefahr wird.

Anwohner Volker Adomeit ist häufig in der Gegend unterwegs. „Der Zustand der Fußwege ist erbärmlich und einer Stadt wie Hamburg nicht würdig“, sagt er. Eine ältere Dame mit Gehwagen sei bereits gestürzt. Wegen der Stolperfallen weiche er oft auf den benachbarten Radweg aus – müsse sich dafür aber von den Radfahrern anmeckern lassen. „Ich habe mich schon vor zwei Jahren beim Bezirksamt erkundigt, wann das endlich ausgebessert wird“, klagt Adomeit. Immerhin ein Teilabschnitt – die Strecke von der Schepler- bis zur Simon-von-Utrecht-Straße – sei repariert worden. Weitere Aktionen habe es jedoch nicht gegeben. „Am Telefon wurde ich immer wieder beschwichtigt, dass das schon noch gemacht werde“, berichtet der Anwohner.

Dem Bezirksamt Altona ist der Zustand des Holstenstraßen-Fußwegs bekannt – das Angebot, zwecks Verdeutlichung ein paar Fotos zu schicken, wird von den Mitarbeitern dankend abgelehnt. Laut Pressesprecher Martin Roehl sind die Reparaturen im Abschnitt Scheplerstraße/Simon-von-Utrecht-Straße fast abgeschlossen. „Die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse lassen die Arbeiten aber nur zögerlich voranschreiten“, erklärt er. Sobald dieser Teil erledigt sei, werde der nächste Abschnitt (bis hinauf zur Thadenstraße, d. Red.) in Angriff genommen. „Wir hoffen, im Laufe des Frühjahrs fertig zu werden“, so Roehl.

Damit die Platten nicht ein weiteres Mal von Wurzeln angehoben werden, lässt das Bezirksamt in den entsprechenden Bereichen „Glensanda“ – ein Granitbruchgemisch – verbauen. Dabei handelt es sich um einen wasserdurchlässigen Naturbaustoff ohne Bindemittel. „Dies ist die derzeit einzige Lösung, mit Wurzeln im Gehwegbereich umzugehen“, sagt Martin Roehl.

1 KOMMENTAR

  1. Betr. „Stolperfallen: Warten auf ‚Glensanda'“

    Die Wochenblatt Ausgabe war gerade verteilt – und siehe da: Die Arbeiten an dem schlimmen Gehweg an der Holstenstrasse haben schon angefangen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Volker Adomeit

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