Startete mit einer 0:3-Niederlage bei Viktoria: FCS-Coach Timucin Gürsan. Foto: pr

Fußball-Oberliga: Timucin Gürsan hat beim
FC Süderelbe Markus Walek abgelöst – Im ersten Spiel
gab es ein 0:3 bei Viktoria

Von Waldemar Düse.

Timucin Gürsan wird sicherlich nicht davon ausgegangen sein, nach seinem ersten Spiel als hauptverantwortlicher Trainer des Fußball-Oberligisten FC Süderelbe mit einem strahlenden Auswärtserfolg zum Kiesbarg zurückzukehren. Der zuvor beim Kreisligisten Grün-Weiss Harburg arbeitende Gürsan ist bereits seit August 2017 als Co-Trainer bei den Neugrabenern tätig.
Genügend Zeit, um zu wissen, dass das Fußballleben gerade beim FC Süderelbe alles andere als ein steter Fluss ist. Deshalb werden die hoffnungslose Unterlegenheit und der teilweise „vogelwilde“ Auftritt seiner Mannschaft beim 0:3 beim SC Victoria einige Fragezeichen, aber keine tiefe Unruhe ausgelöst haben.
Schließlich hat Gürsan in diesen anderthalb Jahren schon einiges erlebt. Vor fast genau zwei Jahren hatte der FC Süderelbe mit 21 Punkten auf einem Abstiegsplatz rangiert und sich daraufhin nach nur neun Monaten von seinem neuen Trainer Olaf Lakämper getrennt. Seinem Nachfolger Markus Walek war es dann gelungen, die Neugrabener nach einer fulminanten Restserie noch in Hamburgs höchster Spielklasse zu halten.
Dann mussten Walek und Gürsan praktisch ein neues Mannschaftsgerüst aufbauen, nachdem fast alle Leistungsträger den Verein in verschiedene Richtungen verlassen hatten. Der Klassenerhalt unter diesen Umständen konnte nur als bemerkenswerter Erfolg verbucht werden.
Das war allerdings beinahe ein Vogelschiss gegen die Ausgangsbedingungen der laufenden Saison: Nicht weniger als 19 Abgängen standen 15 Neuzugänge gegenüber. Angesichts der ständigen Radikalumbrüche hatte Walek Verein und Mannschaft bereits zum Jahresende mitgeteilt, zum Saisonende aufzuhören.
Überraschend hatte Walek dann den Verein vor einigen Tagen gebeten, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Diesem Wunsch war der FC Süderelbe nachgekommen und hatte Gürsan, der ohnehin als Nachfolger vorgesehen war, schon frühzeitig zum neuen hauptverantwortlichen Trainer gemacht. Unterstützt wird Gürsan vom noch spielenden Co-Trainer Martin Sobczyk. Sobczyk war im Sommer 2016 vom FC Türkiye an den Kiesbarg gewechselt und hat in dieser kurzen Zeit bereits unter drei Trainern agiert.

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