So sehen die Pläne zur Neugestaltung des Marktplatzes aus. grafik: PR:

Oliver Kroll, Blankenese

Jahrelang wurde geplant und gestritten. Jetzt scheint ein Ende der Querelen rund um den Blankeneser Marktplatz absehbar. Der Arbeitskreis (AK) für die Neugestaltung des Ortskerns geht davon aus, dass Altonas Verwaltung in diesen Wochen die Ausschreibungen auf den Weg bringt.

Im Frühjahr soll mit den
Arbeiten begonnen werden

Ein Blick zurück: Die Vorbereitungen für die Neugestaltung des Marktes begannen bereits im Jahr 2012 mit einer Ortsbegehung und einer Bürgerversammlung. Es folgten sechs öffentliche Werkstattgespräche. Diese gipfelten dann 2015 in einer öffentlichen Versammlung. Eine überwältigende Mehrheit der versammelten Bürger sprach sich damals für die präsentierte Grobplanung aus. Später kam es immer wieder zwischen den im Arbeitskreis vertretenen Parteien und Interessengruppen und der Interessengemeinschaft Marktplatz (IG) zu Auseinandersetzungen.

Höhepunkt des Konfliktes war ein Bürgerbegehren der Interessengemeinschaft, das dann aber wieder zurückgenommen wurde. Ihr gegenüber stand ein breites Bündnis aus SPD, CDU, Grünen und FDP, das in der Bezirksversammlung Altona die große Mehrheit bildet.
Wie Eberhard Fledel vom AK nun sagte, sollen die Arbeiten an der Blankeneser Bahnhofstraße nun im Frühjahr beginnen. Es werde angestrebt, so Fledel, „2019 auch ein erstes Segment des neuen Marktplatzes zu realisieren“.

Das neue Markthaus hingen soll erst 2020 gebaut werden. Es soll größer als das alte Häuschen und für eine Gewerbeeinheit entstehen. Rund 200.000 Euro sind für das Projekt veranschlagt. Zudem ist ein Fußweg vom Markthäuschen zur Kirche geplant.

Im Zuge der Neugestaltung des Platzes gibt es eine ganze Reihe von weiteren Änderungen. So soll auf der Ostseite des Areals eine kleine Bühne entstehen. Sie soll auch ohne größere Vorbereitungen Raum bieten für kleine Aufführungen.
Zankapfel zwischen einer Bürgerinitiative und dem AK war immer wieder auch die Art des Pflasters. So soll der Platz nun wie geplant geklinkert werden. Allerdings dunkler als der gelbliche Klinker an der Ecke Probst-Paulsen-Straße. Ein Streifen aus Vorsatz-Granit verläuft laut Plan parallel zur Probst-Paulsen-Straße.

Auch an die Grünflächen östlich und westlich des Marktplatzes ist gedacht worden: Sie sollen erhöhte Einfassungen erhalten, auf denen Menschen sitzen können. Zur höheren Sicherheit von Fußgängern werden die Einmündungen der Nebenstraßen „aufgeklinkert“. Damit sollen die Übergänge für Fußgänger für Autofahrer deutlich gemacht werden. Ein weiteres Detail der Neugestaltung liegt bei den Müllcontainern: Sie werden abgesenkt und zu sogenannten „Unterflur-Containern“ werden.

Inzwischen ist eine Einigung in Sicht. Kein Wunder, denn auch die Handels- und Handwerkskammer wird ungeduldig und mahnt den „zügigen Beginn der Umbauarbeiten“ im Herzen von Blankenese an.
Laut Oliver Ditzmann von der Interessengemeinschaft Blankeneser Geschäftsleute sei eine weitere Verzögerung den Menschen nicht zu vermitteln.
Einen Tag nach einem Hintergrundgespräch mit Umbaubefürwortern der Parteien hatte der Bürgerverein eingeladen. Sein Vorsitzender Benjamin Harders bezeichnete den Abend als Versuch, die Parteien zu befrieden und ein „versöhnliches Signal auszusenden“.

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