Moritz Schick vom THC Altona-Bahrenfeld zieht an einem Gegenspieler aus Flottbek vorbei. Foto: pr

Jens Beeskow, Osdorf

Für die ersten Hockey-Herren des THC Altona-Bahrenfeld könnte es derzeit nicht viel besser laufen. Der Verein steht in der laufenden Hallen-Saison hervorragend da, selbst der erstmalige Aufstieg in die zweite Bundesliga in der 111-jährigen Vereinsgeschichte ist drin. Hockey-Vorstand Tobias Wiechmann führt das vor allem auf den Einfluss von Tobias Bremer (34) zurück, der zur Hallensaison vom HC Lüneburg verpflichtet worden war. „Der Trainer hat aus unserer Sicht einen gravierenden Einfluss auf die Mannschaft. Er hat ein klares Ziel vor Augen, gibt klare Regeln und Hierarchien vor und nimmt dabei durch seine motivierende Art auch alle Spieler mit“, so Wiechmann.

Team mit Athletik- und Mentalcoach

So wie man es aus dem Profifußball kennt, brachte Tobias Bremer zudem ein kleines Team mit einem Athletik- und einem Mentalcoach mit. Das THCAB-Herrenteam trainiert nun dreimal pro Woche, alle ziehen mit, und das zahlt sich derzeit offensichtlich auch sportlich aus. Selbst gegen die zweiten Mannschaften der großen Hamburger Clubs, bei denen mitunter auch Nationalspieler im Kader stehen, wird sich behauptet.
Dabei halfen personelle Veränderungen: Auf der gerade im Hallenhockey wichtigen Torhüter-Position wurde mit Niklas Wolter einer der stärksten Keeper der Regionalliga geholt.

Ausserdem wurden ein, zwei „Hitzköpfe“, die immer mal für Zeitstrafen gut waren, aussortiert. So herrscht in der Mannschaft um die technisch versierten Eigengewächse Maximilian Dargel und Lukas Günner nun deutlich mehr Disziplin. Auch dies sei ein Verdienst des neuen Mannes an der Seitenlinie, wie Wiechmann unterstreicht. „Alles passt gerade zusammen. Eine andere Erklärung fehlt mir da. Jeder kämpft für jeden, das merkt man gerade in der Defensive. So haben wir in dieser Saison auch bei knappen Spielen die Nase vorn.“

Anders als in der vergangenen Saison, als das Team in der Rückrunde einbrach, spricht diesmal einiges für den erstmaligen Aufstieg in die zweite Bundesliga, der zunächst nicht das angestrebte Saisonziel war. Aber die Ausgangslage ist günstig: Die jeweiligen zweiten Mannschaften von UHC, HTHC und Club an der Alster dürfen nicht aufsteigen, und Altona-Bahrenfeld hat in der Tabelle immer noch einen Vorsprung auf die Konkurrenten aus Braunschweig und Hannover. Wiechmann glaubt: „Ich denke, der Aufstieg ist mit diesem Team absolut machbar.“

Aber auch sonst steht der THCAB derzeit gut da. Von den etwa 400 Hockey-Mitgliedern sind gut drei Viertel Jugendliche. Erst im Sommer hat der Verein als einer der letzten in Hamburg seinen ersten eigenen Kunstrasen eingeweiht. Und auf dem strebt man auch in der Feld-Saison als aktueller Tabellenführer in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein den Aufstieg an.

„Wir arbeiten weiter hart daran, die Rahmenbedingungen im Verein zu verbessern“, so Wiechmann. „Um Talente bei uns halten zu können und auch welche zur Rückkehr zu bewegen.“ Dazu passt die Nachricht, dass der THC Altona-Bahrenfeld demnächst wieder eine Damenmannschaft zum Punktspielbetrieb melden will.

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