Ch. v. Savigny, Bahrenfeld

Im Proberaum des Jugend- und Freizeitzentrums Bahrenfeld (JuBa) scheinen eine Anzahl Bässe sowie mehrere E- und Westerngitarren auf ihren Einsatz zu warten. Auch das Schlagzeug im Hintergrund wirkt zurzeit etwas verwaist. „Wir möchten die Nutzung des Bandproberaums gerne ein wenig forcieren“, sagt JuBa-Leiter Marco Schwarz. Aktuell habe sich die Situation bereits gebessert, es gebe wieder mehr Anmeldungen fürs gemeinsame Musikmachen. Dass sich die Jugendlichen künstlerisch austoben können, ist dem Sozialpädagogen besonders wichtig. „Wir sehen uns als Freifläche für Kreativität“, sagt er. „Auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt immer enger wird.“

Kürzlich hat das JuBa, das in der Bahrenfelder Chaussee zuhause ist, sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Wochentags in der Zeit von 14.30 bis 20 Uhr – manchmal bis 21 Uhr – können die jungen Besucher dort malen und handwerkern, rappen und Musik machen, klettern und Basketball spielen oder sich zum „Chillen“ im Jugendcafé treffen, wo ein Kicker und ein Billardtisch zur Verfügung stehen. Das Angebot wendet sich an Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 27 Jahren. Rund 130 Besucher hat die Einrichtung pro Woche. Betreut werden sie von drei hauptamtlichen Erziehern und Sozialpädagogen, dazu kommen einige Honorarkräfte. Die Nutzfläche des JuBa beträgt etwa 240 Quadratmeter und verteilt sich auf drei Stockwerke.

„Zusammen kochen
schafft Vertrautheit“

Eine besondere Kooperation besteht mit der Discounterkette Lidl, die eine Filiale direkt nebenan betreibt. Zuletzt spendierte die Firma dem Jugendzentrum eine neue Küchenzeile. Zwar Second Hand, aber dennoch prima in Schuss, sodass die Jugendlichen nun wieder gemeinsam Rezepte ausprobieren können. „Zusammen kochen finde ich superwichtig, weil es Vertrautheit schafft“, sagt Schwarz. „Man erfährt sehr viel über die Lebensumstände der Jugendlichen und über ihr Zuhause.“

Weiterhin arbeitet das JuBa eng mit der Stadtteilschule Bahrenfeld in der Regerstraße zusammen, in deren Räumen auch ein Teil des Nachmittagsprogramms stattfindet. In den letzten Jahren ist der Anteil an Flüchtlingskindern und -jugendlichen im JuBa stark angestiegen. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien, Afghanistan und aus dem Libanon.

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