Lüneburger Straße: ein Kriminaltechniker im Gespräch mit zwei Streifenpolizisten. Foto: Marius Röer

Rätselhafte Bluttat in der Harburger Innenstadt. Am Dienstag, 15. Januar, fanden Passanten gegen 19.15 Uhr in der Lüneburger Straße in Höhe Hausnummer 15 einen blutüberströmten Mann, der massive Verletzungen an Gesicht und Oberkörper aufwies. Als die herbeigerufene Polizei eintraf, war der Mann noch bei Bewusstsein, aber nicht ansprechbar. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er dann seinen schweren Verletzungen erlag. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.
Bei dem Opfer handelt es sich um den 48-jährigen Apotheker Mohamed Joune, dem in der Harburger City unter anderem die Vivo-Apotheke gehörte. Er war Vorsitzender des Vereins „Union der Syrer im Ausland“, der versucht, die Not der syrischen Bevölkerung in Syrien, aber auch in den Nachbarländern, zu lindern.
Die Hintergründe des Verbrechens sind noch unklar. Offenbar wurde Mohamed Joune in einem seiner Häuser angegriffen und mehrfach mit einer Axt attackiert.
Am Mittwoch suchten Polizeibeamte in der Harburger Innenstadt nach Spuren. Ein Spürhund führte sie zum benachbarten Parkhaus Krummholzberg, das zeitweilig abgesperrt wurde.
Jetzt sucht die Polizei zwei Personen, die am Dienstag gemeinsam von der Harburger Rathausstraße in Richtung Lüneburger Straße gegangen sind. Beschreibung: Beide Personen trugen dunkle Kleidung und dunkle Mützen, die eine hatte ein Beil dabei, die andere einen Hammer. Auffallend war der Größenunterschied zwischen den beiden.
Zeugen, die die beiden Personen gesehen oder am frühen Dienstagabend in der Lüneburger Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel 040/ 42 86 – 56 789 mit der Polizei in Verbindung zu setzen oder sich bei jeder Polizeiwache zu melden.“

Kriminalstatistik

Laut „Polizeilicher Kriminalstatistik“ hat es 2017 in Hamburg 74 Fälle von vorsätzlichen Tötungen gegeben (+6 im Vergleich zu 2016). Die Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor. Die Aufklärungsquote lag 2017 bei knapp 96 Prozent.
Für den Bezirk Harburg weist die Statistik für das Jahr 2017 insgesamt 511 Fälle von Gewaltkriminalität aus. Darunter fallen Mord, Totschlag, Raub, Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 18 Prozent.

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