Gefährliches Loch: Sofiya Ilieva (mit Evangelios, 4 Jahre, v. l.), Petra Hipperling (mit Stelianos, 5), Thomas Nemetschek und Laura Mahnke (mit Hannes, 1,5) vermuten, dass der Erdrutsch durch einen Rohrbruch entstanden ist. Foto: cvs

Vor der Treppe des rückseitigen Eingangs vom Kindergarten „Mini-
Kita“ in der Wittestraße klafft ein Loch im Erdboden – ungefähr einen Meter breit und eineinhalb Meter tief. Es sei pures Glück, dass damals, als Anfang November das Erdreich plötzlich wegbrach, niemand hineingefallen sei, sagt Kita-Leiterin Petra Hipperling. Die Treppe ist zurzeit gesperrt, das Loch notdürftig abgedeckt.
Wollen die Kinder zum Spielen in den Hof, müssen sie den Weg außenherum – über die Buddestraße – nehmen. Ursprünglich habe der Vermieter, das Wohnungsunternehmen Vonovia, den Missstand noch vor Weihnachten beheben wollen. „Es tut sich aber nichts“, sagt Hipperling entnervt.
Die gefährliche Bodenvertiefung ist nicht das einzige Übel, mit dem sich die vor 20 Jahren gegründete „Mini-Kita“ zurzeit herumschlagen muss. Problematisch ist – gelinde gesagt – auch der Durchgang zur Buddestraße, der ständig mit Sperrmüll und überquellenden Mülltonnen zugestellt wird. „Neulich stand dort etwa drei Wochen lang ein Eimer mit einer bestialisch riechenden braunen Flüssigkeit herum“, berichtet Laura Mahnke, eine betroffene Mutter.

Die Vonovia sperrt sich
dagegen, ein Tor einzubauen
Laura Mahnke
Mutter

Bezeichnend: „Stinkt“ sei eines der ersten Worte gewesen, das ihr Sohn Hannes (1,5 Jahre) habe sprechen können. Auch im Innenhof selbst liege viel Zeugs herum – überwiegend Sperrmüll, der dort illegal und vor allem nachts abgeladen werde. „Die Vonovia sperrt sich dagegen, ein Tor einzubauen“, bedauert Mahnke.
Aktuell betreut die Kita 56 Kinder im Alter bis zu sechs Jahren. Der Zugang ist sowohl über die Witte-, als auch über Thielen- und Buddestraße möglich. Viele Eltern bevorzugen die Buddestraße, da der Eingang am verkehrsgünstigsten liegt. Ein kleiner Teil des Innenhofs ist als Spielfläche für die Kinder der „Mini-Kita“ abgetrennt, der übrige Teil soll schon seit eineinhalb Jahren kinderfreundlich umgestaltet werden. Konkrete Ergebnisse sind bislang allerdings nicht zu sehen.
Betroffen vom Zustand des Innenhofs sind neben der Kita sämtliche Bewohner des Häuserblocks. Zwischenzeitlich hatte sich die Leitung der „Mini-Kita“ auch an das Jugendamt gewandt. Ein Ergebnis steht noch aus.

 

Das sagt Vonovia

Zu den Vorwürfen der Kita in der Wittestraße äußert sich Bettina Benner, Pressesprecherin des Wohnungsunternehmens Vonovia:
„Wir bedauern sehr, dass wir hier nicht zeitnah den Schaden beheben konnten. Wir haben es frühzeitig beauftragt, leider waren die Feiertage und der Jahresstart ein Hemmschuh. Auch wir sind nicht glücklich über diese Situation, versuchen aber so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen.
Wir stehen in Kontakt mit der Kitaleiterin, hier haben wir zugesagt, dass wir die zeitlichen Taktungen der Müllentsorgung erhöhen. Ebenso werden wir eine wöchentliche Sonderreinigung durchführen. Auch im Bereich des Spielplatzes werden wir erste Neugestaltungen vornehmen.
Zur Sperrmüllproblematik: Hier betreiben wir sehr viel Aufklärungsarbeit. Leider ist der Erfolg nicht immer sofort gegeben. Aber auch hier bleiben wir am Ball. Im Rahmen der zu einem späteren Zeitpunkt geplanten Umfeldgestaltung werden dann die weiteren Wünsche der Kita Berücksichtigung finden.“

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