Foto: wikimedia

26 kann von Landesgrenze Niedersachen/Hamburg
bis zur A7 gebaut werden – Stadt und Naturschützer
haben sich geeinigt

Von Andreas Göhring.
Dem Bau der Moorautobahn A26 zwischen Landesgrenze und A7 steht nun nichts mehr im Wege. Mit der Unterzeichnung einer „Gütevereinbarung“ hat sich die Stadt mit den Umweltverbänden unter Führung des Nabu Hamburg grundsätzlich geeinigt. Die Verbände verzichten auf eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss, die Stadt finanziert im Gegenzug ein millionenschweres Umweltpaket, mit dem die Auswirkungen des Autobahnbaus auf die Natur gemildert werden sollen.
Die wichtigste Nachricht für die Menschen im Süderelberaum: Wenn der letzte, 8,7 Kilometer lange Abschnitt der Autobahn zwischen Stade und A7 ab 2023 für den Verkehr freigegeben wird, wird die B73 spürbar entlastet. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech kennt einige Zahlen: „Zurzeit wird die B73 täglich von 3.600 Lkw und vielen Tausend Pendlern genutzt. Ist die A26 in Betrieb, wird sich die Zahl der Lkw auf rund 1.000 verringern.“

Wir haben uns auf einen
Kompromiss eingelassen
Alexander Porschke,
Nabu Hamburg

Der Nabu und die Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Hamburg hatten bei ihren Verhandlungen mit den Hamburger Fachbehörden und der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority erhebliche Verbesserungen beim Lärmschutz durchgesetzt. „Das ist für die Lebensqualität der Menschen wichtig, aber an mehreren Abschnitten auch für die Minderung der Beeinträchtigung der Vögel im Moorgürtel von hoher Bedeutung“, sagt Alexander Porschke, Vorsitzender des Nabu Hamburg.
Außerdem hat man sich auf Querungshilfen inklusive einer Grünbrücke für Tiere geeinigt. Wichtigster Punkt für die Naturschützer war offenbar aber ein dauerhaft gesicherter Biotop-Korridor. Das hört sich ziemlich kompliziert an, ist konkret aber eine Verbindung zwischen den ökologisch wertvollen Bereichen Alte Süderlebe und Moorgürtel. Sollten Tiere und Pflanzen im Moorgürtel nahe der Autobahn nicht mehr gedeihen, könnten sie über den Korridor in den Bereich Alte Süderlebe ausweichen und sich dort einen neuen Lebensraum suchen.
Porschke: „Wir haben uns auf einen Kompromiss eingelassen, da es bei diesem letzten Autobahnabschnitt vernünftiger Weise nicht mehr um das „ob“, sondern nur noch um das „wo“ und „wie“ gehen konnte. Das unterscheidet ihn von der A 26 Ost.“

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