Ann-Christin Schwenke, Geschäftsführerin des SV Lurup, engagiert sich für die Interessengemeinschaft Hamburger Vereine (IGHV). Foto: pr

Ann-Christin Schwenke hat die Interessengemeinschaft Hamburger Vereine (IGHV) mit ins Leben gerufen. Das Wochenblatt sprach mit der Geschäftsführerin des SV Lurup.

Warum gibt es die IGHV?
Die IGHV ist ein Zusammenschluss aus kleinen und mittleren Vereinen in Hamburg. Wir haben uns zusammengeschlossen, da besonders kleine und mittlere Vereine oft nicht gehört werden vom Verband, der Öffentlichkeit und von der Politik in der Stadt Hamburg.
Wir sehen die sportpolitische Entwicklung in unserer Stadt zum Teil sehr kritisch, denn große Vereine vereinnahmen ganze Stadtteile – und dadurch auch viele Hallen- und Platzzeiten. Außerdem werden die Großsportvereine mittlerweile an bestehenden Förderprogrammen vorbei direkt von Senat und Bürgerschaft gefördert.
Wir sehen einen großen Verbesserungsbedarf bei der Interessenvertretung der kleinen und mittleren Vereine, und da bis dato niemand die Stimme für kleine und mittlere Vereine übernommen hat, sehen wir uns selbst in der Position, dies zu tun. Wir vertreten als notwendiges Gegengewicht die Interessen eben dieser mehr als 90 Prozent der nicht zu den Topsportvereinen gehörenden Vereine und Verbände in unserer Heimatstadt.

Was ist das Ziel der IGHV?
Wir wollen die Aufmerksamkeit wieder vermehrt auf die tragende Säule des Vereinssports lenken. Hierbei ist vor allem das Thema Ehrenamtlichkeit zu nennen. Die IGHV strebt an, sowohl beim HSB als auch in der Politik wieder mehr Gehör zu finden. Wir stellen ein gemeinsames Austausch-netzwerk dar, das in Zukunft weiter ausgebaut werden soll.
Dabei geht es darum, auch einmal über die Bezirksgrenzen hinaus zu schauen, wie man gemeinsam den Sport fördern kann. Wir wollen mehr Klarheit bei der Vergabe von Sporthallen- und Sportplatzzeiten, die sportliche Vielfalt in den Vereinen fördern sowie mehr kleine und mittlere Vereine dazu motivieren, an der Mitgliederversammlung des HSB teilzunehmen.

Wie soll das Ziel erreicht werden? Wir werden auch in diesem Jahr möglichst viele Kanäle nutzen, um für die Interessengemeinschaft zu werben und weiterhin zu wachsen. Nur so stellen wir sicher, dass möglichst viele Vereine erreicht werden können.
Weiterhin werden wir unsere Themen gezielt in den Gesprächen mit dem HSB Vorstand und dem Präsidium anbringen und die Verschriftlichung gemeinsamer Ziele fordern. Gemeinsam wollen wir positive Effekte aus dem Zusammenschluss erzielen, die es ermöglichen, Projekte zusammen anzugehen und zu gestalten – im Interesse kleiner und mittlerer Vereine.

Bis wann? Alle unsere Ziele sind mittel- bis langfristige Zielsetzungen. Wir werden versuchen, möglichst schon in diesem Jahr das ein oder andere Teilziel zu realisieren oder anzutreiben. Viele der Zielsetzungen benötigen vor allem Zeit und Engagement, aber wir werden nicht müde werden, kontinuierlich an Teilzielen zu arbeiten und uns dafür einzusetzen.

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