Ein Fotoalbum vom letzten Arbeitseinsatz der Harburger Schüler an der Partnerschule in Eldorado wird übergeben. Foto: schommer

Herzlich umarmt Katrin Hoppmann (Katholische Schule Harburg / KSH) im Lehrerzimmer ihre Gäste aus dem Bistum Iguazu, der Partnerdiözese des Erzbistums Hamburg. Die Delegation aus Argentinien war zu einem Gegenbesuch nach Harburg gekommen.
Im vergangenen Jahr hatte sich Katrin Hoppmann zu einem Arbeitseinsatz nach Argentinien auf den Weg gemacht. An der Partnerschule im 11.000 Kilometer entfernten Armutsviertel von Eldorado arbeiteten die stellvertretende KSH-Schulleiterin und ihr junges Team zwei Wochen lang mit Jungen und Mädchen im Grundschulalter. Sie reparierten Spielgeräte, bastelten, strichen Wände und waren einfach da, wo Hilfe gebraucht wurde.
„In dieser Zeit ist etwas Besonderes gewachsen. Wir haben die Partnerschaft auf eine persönliche Ebene gehoben. Und genau da gehört sie ja auch hin“, freut sich Hoppmann heute.

Anker für den Fortbestand der Partnerschule

Die Partnerschaft habe sich toll entwickelt, von den ersten finanziellen Unterstützungen, über Besuche des damaligen Schulleiters Winfried Strottner bis hin zum Arbeitseinsatz von Neuntklässlern im vergangenen Jahr. „Da ist ganz viel Nähe entstanden, ein Gespür und persönliches Interesse am anderen“, erklärt die Harburger Pädagogin.
Zum Beginn der Partnerschaft vor nunmehr elf Jahren sei keineswegs klar gewesen, ob die Schule überhaupt gehalten werden könne. Aufgrund der Armut zahlen die Schüler am Instituto San Miguel kein Schulgeld. Und die Diözese Iguazu sieht selbst kaum Möglichkeiten einer dauerhaften Unterstützung.
So ist die – selbst von der Schließung bedrohte – Katholische Schule Harburg einer der Anker, die der Partnerschule den Fortbestand ermöglichen.
Katrin Hoppmann und zahlreiche Einzelspender unterstützen ein besonderes Förderprogramm für Schüler, die nach der siebenjährigen Grundschule auf eine weiterführende Schule wechseln.
„Im kommenden Sommer sollen mit Rosabell und Franko die ersten Schüler, die ihren Schulabschluss geschafft haben, zu uns nach Harburg kommen. Und das wäre wirklich ein Traum“, sagt Hoppmann. „Wir helfen den Kindern und Jugendlichen ganz konkret, aus dem Teufelskreis der Armut in Eldorado zu entkommen und ganz neue Chancen in ihrem Leben zu ergreifen.“

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