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Das Projekt ist preisgekrönt, die Wirkung reicht deutlich über Süderelbe hinaus: Im neuen Jahr 2019 will der FC Süderelbe seine jährliche Ausbildungs- und Jobmesse – die einzige übrigens im Raum Süderelbe – vergrößern und in die 1.800 Sitzplätze große CU Arena, Am Johannisland 2, direkt am S-Bahnhof Neugraben verlegen.
Seit fünf Jahren gibt es die Ausbildungsmesse auf der Sportanlage Kiesbarg. „Angefangen haben wir 2014 mit ein paar Unternehmen aus Neugraben und Harburg“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Joachim Stoltzenberg. Inzwischen sind auch große Unternehmen dabei, das Interesse ist erheblich, die Sportanlage zu klein. Und: „Der Kiesbarg in Fischbek liegt einfach zu versteckt im Wald“, erklärt Stoltzenberg. Lehrer, die ihre Schüler zur Messe geschickt hätten, hätten oft die Rückmeldung bekommen, dass die Jugendlichen die Veranstaltung nur schwer oder gar nicht gefunden hätten. „Die Messe war 2018 aber trotzdem ein so großer Erfolg, dass wir uns entschlossen haben, ein ganz neues Projekt zu starten.“ An nur einem Tag kamen 2018 rund 1.000 Besucher, 2017 an zwei Tagen 2.200 an den Kiesbarg.

Außer dem Ortswechsel gibt’s noch ein paar Neuerungen. Die Messe soll – wie in den ersten fünf Jahren – wieder an zwei Tagen, Freitag und Sonnabend, 17. und 18. Mai, vor allem jungen Leuten einen Überblick über den Ausbildungs- und Jobmarkt geben, direkte Kontakte zu Unternehmen ermöglichen. Dazu kommt ein neues großes Rahmen-
programm mit Livemusik, Torwandschießen, Ballspielen, Kinderschmiken und Vereins-maskottchen „Kalle Kiesbär“. Das Thema „Job“ soll hier mit mit Spaß verknüpft sein. Deshalb wird 2019 auch erstmals ein begleitendes Jugend-Futsalturnier um den Süderelbe-Ausbildungspokal organisiert.
Durch das neue Format steigen die Kosten. Mit 14.000 Euro rechnet der Verein insgesamt. Aus der Vereinskasse ist das nicht zu bestreiten. Daher beantragte der FC Süderelbe bei den Stadtteilbeiräten Neugraben und Fischbek 2.500 Euro Zuschuss, bei der Saga/ GWG 1.000 Euro und bei der Jugendförderung Süderelbe 2.000 Euro. 4.400 Euro können wohl über Verkauf, Standgebühren und Spenden bei der Veranstaltung eingenommen werden. Der Stadtteilbeirat Neugraben hat schon einstimmig zugestimmt.
In den vergangenen Jahren blieb trotzdem unter dem Strich immer ein Minus für den Verein, 2018 3.200 Euro. Für 2019 fehlen noch rund 4.100 Euro. Die müsste der Verein allein stemmen, wenn sich bis Mai kein Sponsor findet.

 

So hilft der FC Süderelbe

Der FC Süderelbe ist seit Jahren sozial engagiert: 2012 starteten die Fußballer ihr Projekt „Ich will gleiche Chancen“ – das 2013 unter anderem mit dem Ian-Karan-Integrationspreis und dem Integrationspreis des Bezirkes Harburg ausgezeichnet wurde. 2016 der Höhepunkt: Bundeskanzlerin Angela Merkel übergab den „Großen Stern des Sports in Gold“ – eine außergewöhnliche Ehrung für einen Verein mit 892 Mitgliedern, von denen rund 680 Jugendliche und Kinder aus 25 Nationen sind.
Die Idee dahinter: Beim FC Süderelbe soll auch wer wenig Geld hat, Fußball spielen können. Die Familien von Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund sollen ebenfalls mitmachen. Dafür bietet der FC Süderelbe „Hilfe in allen Lebenslagen“.
Also auch, wenn das Geld knapp ist: So schaffen die Sportler schon mal eine Waschmaschine heran, wenn die alte kaputt gegangen ist, organisieren Sprachunterricht oder Nachhilfe. „So konnten wir viele neue Mitglieder gewinnen“, sagt Stoltzenberg.

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