Wegen eines neuen Kassensystems in der Postfiliale Neugrabener Bahnhofstraße konnten rund 200 Pakete eines Neugrabeners nicht mehr über den Hof eingeliefert werden. Foto: pr
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Von Wolfgang Wittenburg.

Wer eine größere Menge Pakete aufgeben möchte, ist bei der Post offenbar nicht immer willkommen. Jedenfalls nicht in der Postfiliale Neugrabener Bahnhofstraße. Das hat jedenfalls ein Neugrabener so erlebt, als er für seine Firma 200 Pakete mit kleinen Weihnachtsgeschenken aufgeben wollte. Freut man sich bei der Post nicht über Großkunden, die ja auch ordentlich Umsatz bringen?
Die Pakete hatte der Neugrabener – wie schon seit Jahren – auf eine Palette gestapelt und in den Hof der Post gefahren, also selbst angeliefert. Doch da war Endstation. „Ich wurde rausgeekelt“, behauptet er. Ihm sei von Postmitarbeitern gesagt worden: „Gehen Sie doch woanders hin. Wir haben ihnen doch schon im letzten Jahr gesagt, dass das nicht geht.“ Der Filialleiter sei der grantigste von allen Postmitarbeitern gewesen. Ganz offensichtlich hätten sich die Mitarbeiter dieser Filiale nicht mit den vielen Paketen beschäftigen wollen. Dies sei auch Ostern der Fall, wenn er rund 75 Pakete verschicke.
Kunde wollte nicht warten
War man in dieser Filiale „nur“ im Weihnachtsstress, oder ist die Anzahl der Pakete, die Kunden auf einmal einliefern können, begrenzt? Post-Sprecher Ralf Palm ist der Fall geläufig: „Der betroffene Kunde ist lange Jahre in den Genuss gekommen, dass er auf unkonventionelle Art und Weise seine rund 200 Sendungen über den Hinterhof einliefern konnte.“ Die Mitarbeiter hätten die Sendungen immer dann bearbeitet, wenn es der Kundenandrang in der Filiale zugelassen habe. Aber: Seit zwei Jahren sind neue Kassensysteme im Einsatz. Damit sei die – kulante – Einlieferung über den Hinterhof nicht mehr möglich.
Dies habe man dem Kunden auch mehrfach erläutert und ihn gebeten, die Sendungen in der Filiale einzuliefern – was er nicht gewollt habe, da er keine Wartezeiten in Kauf nehmen wollte.
Für Großkunden gibt es eine spezielle Annahmestelle der Post in der Georg-Heyken-Straße 10. Sie ist speziell darauf eingerchtet, mehr als 5.000 Sendungen sowie Pakete auf Paletten anzunehmen. Die habe man den verärgerten Neugrabener auch schon mehrfach empfohlen, wie man es auch bei anderen Kunden mit vielen Sendungen tue, so Palm.

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