Keine A-Lage, aber trotzdem eine gute Adresse: das LunaCenter am Berta-Kröger-Platz. Foto: cvs

Zu viel Leerstand? Zu viele Billigläden? Seit der Eröffnung des „LunaCenters“ am Berta-Kröger-Platz vor vier Jahren gab es immer mal wieder Klagen, was die Anziehungskraft des Einkaufszentrums betrifft. Erst kürzlich – im Oktober 2018 – warf mit dem „Dänischen Bettenlager“ einer der seinerzeit größten Mieter das Handtuch, wenige Monate zuvor hatte das Schuhgeschäft „Quickschuh“ seine Pforten für immer dicht gemacht. „Die Attraktivität nimmt weiter ab, obwohl vor ein paar Jahren alles erst renoviert und viel Geld investiert wurde“, äußert sich eine besorgte Wochenblattleserin.
Doch es gibt auch Positives zu berichten: Woolworth ist vor zwei Jahren neu ins Center eingezogen, Tedi (Haushaltswaren) und KiK (Bekleidung) haben sich zum Teil deutlich vergrößern können. Knapp 95 Prozent der Flächen sind laut Centerchef Hans-Jürgen Schneider aktuell vermietet. „Das ist für ein Einkaufszentrum sehr gut“, sagt er. „Aber wir wollen mehr: Für Mitte 2019 streben wir eine Auslastung von 98 Prozent an.“

Für Mitte 2019 streben wir eine Auslastung von 98 Prozent an.
Hans-Jürgen Schneider,
LunaCenter-Leiter

Dass Anbieter wie das Dänische Bettenlager inzwischen nicht mehr da sind, findet Schneider bedauerlich: „Darüber bin ich nicht glücklich, aber es ist nicht zu ändern“, meint er. Das LunaCenter sei eben kein Einkaufszentrum im klassischen Sinne. „Wir sind ein Nahversorger – mit der Hamburger City können wir nicht konkurrieren. Dafür reicht die Kaufkraft im Stadtteil nicht aus“, so Schneider. „Meine Aufgabe ist es, für einen Branchenmix zu sorgen. Es soll sich nicht zu viel überschneiden.“
Auch Sonja Lattwesen (Grüne Wilhelmsburg) bewertet die Entwicklung des LunaCenters positiv: „Trotz der Befürchtungen beim Umbau sind lokale Anbieter geblieben, also auch ein türkischer Fleischer und Bäcker. Mal sehen, wie sich das innerhalb der nächsten fünf Jahre mit dem Einwohner-Zuwachs wieder verändert.“
Im April soll im Center ein Copyshop eröffnen, die Passagen in der ersten und zweiten Etage sollen zusätzliche Sitzgelegenheiten bekommen. Auf eine Erweiterung der Parkhaus-Öffnungszeiten – ein Wunsch, der in letzter Zeit oft genannt wurde – muss Schneider indes verzichten. „Das würde unser Sicherheitskonzept sprengen.“

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