Gesund und bald auch günstig, wenn der Chef mitspielt: Mit dem Dienstfahrrad zum Verkaufsgespräch. Foto: pr

So fängt das neue Jahr 2019 gut an: Die Arbeitslosenversicherung wird billiger, einige Mütter bekommen mehr Rente, den Krankenkassen-Zusatzbeitrag zahlt der Chef wieder zur Hälfte. Einige Neuerungen sind aber auch nicht so erfreulich: Es wird mehr Dieselfahrverbote geben, in Hamburg werden Müll und Gehwegreinigung teurer, die Pflegeversicherung kostet mehr. Das ändert sich am 1. Januar 2019:
– Müllgebühren: Für Hamburger wird die Müllentsorgung 1,9 Prozent teurer. Das heißt: Ein durchschnittlicher Haushalt muss 4,20 Euro im Jahr mehr bezahlen.
– Gehwege: Die Säuberung der Gehwege wird ebenfalls teurer. Beispiel: Wer ein Grundstück mit 15 Metern Straßenfront hat, zahlt etwa 1,80 Euro mehr im Jahr.
– Fahrverbote: In Hamburg gelten sie schon seit Juni, am 1. Januar 2019 zieht Stuttgart nach, viele andere Städte wie Frankfurt, Berlin, Essen werden mit der Sperrung ganzer Innenstädte oder einzelner Straßen für Dieselfahrzeuge im Laufe des Jahres folgen.
– Günstiger werden Dienstfahrräder und Jobtickets: Stellt der Chef ein Firmenrad, -Pedelec, -E-Bike oder Fahrkarte zur Arbeit zur Verfügung, muss der geldwerte Vorteil nicht mehr versteuert werden.

 

4,20
Euro
mehr im Jahr muss ein
Haushalt im Schnitt für
Müllentsorgung zahlen .

– Mieterschutz: Die Mietpreisbremse wird verschärft: Mieten dürfen nur noch um höchstens drei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche steigen. Wer Mieter unrechtmäßig aus der Wohnung drängt, dem droht unter Umständen ein Bußgeld von 100.000 Euro.
– Arbeitslosenversicherung: Die Beiträge sinken um 0,5 Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttogehalts. Aber: Auf lange Sicht sinken sie nur um 0,4 Prozent, 0,1 Prozent sind nur bis 2022 festgelegt. Danach wird geprüft, ob genug eingenommen wird, um die Kosten zu decken.
– Pflegebeitrag: Ein Plus von 0,5 Prozent frisst die Einsparung durch die sinkenden Beiträge zu Arbeitslosenversicherung leider gleich wieder auf. Eltern zahlen dann 3,05 Prozent, Kinderlose 3,3 Prozent des Gehalts.

– Krankenkassenbeiträge werden in Zukunft 50/50 zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geteilt. Seit der Einführung des Zusatzbeitrags 2015 durch die Große Koalition
mussten Arbeitnehmer ihn allein bezahlen. 56 Millionen Arbeitnehmer haben jetzt mehr auf dem Lohnzettel.
– Mütterrente: Wer vor dem 1. Januar 1992 Kinder bekommen hat, bekommt mehr Rente, die „Mütterrente II“. Dafür werden dem Rentenkonto 2,5 Entgeltpunkte gutgeschrieben, vorher waren es nur zwei. Die höhere Rente gibt’s für alle Mütter, die schon Rentnerinnen sind, in der ersten Jahreshäfte 2019, für alle Neu-Rentnerinnen ab Januar 2019.
– Brückenteilzeit: Wer länger als sechs Monate in einem Betrieb arbeitet und Teilzeitarbeit beantragt, hat nun ein Recht darauf, in Vollzeit zurückzukehren. Aber: Das gilt nur für Betriebe mit mehr als 45 Arbeitnehmern. In Betrieben mit 46 bis 200 Mitarbeitern muss der Chef nur einem von 15 Mitarbeitern Brückenteilzeit genehmigen.
– Kraftfahrzeughalter können ihre Autos online zulassen. Das gilt auch, wenn der Halter wechselt oder das Auto in einem anderen Bezirk zugelassen werden soll. Allerdings muss der Bundesrat der neuen Verordnung noch zustimmen, bevor sie in Kraft treten kann.
– Neue Geldscheine: Ab Mai 2019 werden neue 100- und 200-Euro Noten augegeben. Sie enthalten noch mehr Sicherheitselemente, die die Scheine noch fälschungssicherer machen sollen.

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