Die Radiomacher in ihrem Tonstudio (v. l.): Gerd Mertens, Werner Bratek, Peter Franz, Wolfgang Tuchscherer, Annelore Bratek, Ille Schulte, Birgit Warringsholz, Kurt Kate, Ute Schimscha und Hannelore Fuchs. Foto: cvs

Ch. v. Savigny, Eimsbüttel

Bei der Redaktionssitzung von „Welle Isebek“ werden fleißig Ideen gesammelt. „Frühjahrsputz“ schlägt jemand als Thema vor – das passt, denn die nächste Sendung wird im Februar ausgestrahlt. Der eigene Garten, auch das könnte ein Thema werden. Annelore Bratek und ihr Mann Werner wollen wieder eine Kochsendung machen. Vielleicht Frühlingssuppe, wer weiß? Und Ille Schulte ist für die Interviews zuständig. „Mit Leuten auf der Straße reden, das liegt mir einfach“, sagt sie.

Die „Welle Isebek“, zu empfangen alle zwei Monate jeweils mittwochs um 15 Uhr bei Tide-Radio, ist kein gewöhnlicher Rundfunksender: Denn das gesamte Redaktionsteam, das derzeit aus rund einem Dutzend Mitgliedern besteht, befindet sich bereits im Rentenalter. In diesen Tagen feiert das Grüppchen umtriebiger Senioren ihr fünfjähriges Bestehen. „Das Schöne ist: Wir sind zwar alle mehr oder weniger mit dem Berufsleben fertig, aber dürfen trotzdem nochmal etwas Neues lernen“, sagt Ute Schimscha.

Untergekommen ist die „Welle Isebek“ im Radioladen „Funkstark“ im Eppendorfer Weg, wo sich die 50-Plus-Radio-journalisten wöchentlich zur Themensuche zusammenfinden. Die Grundlagen fürs Radiomachen mussten sich die Teilnehmer nach und nach erarbeiten: Wie man eine Beitrag „baut“, wie man Mikrofon und Aufnahmegerät bedient, wie man Interviews und Umfragen interessant gestaltet. Und wie man aus den vielen Puzzleteilen am Ende eine Sendung zusammenschneidet, die exakt 58 Minuten lang ist – denn so lautet die Vorgabe der Programmverantwortlichen von Tide.

Zu den weiteren Grundsätzen zählen: keine Politik, keine Werbung. Und ein Eimsbüttel-Beitrag sollte in jedem Fall mit dabei sein – denn das Bezirksamt unterstützt die Radiomacher, indem es die Räume mietfrei zur Verfügung stellt.
Auf Dauer möchten sich die Welle-Isebek-Macher gerne vergrößern. Ein zweites Redaktionsteam ist in Planung. Interessenten können sich unter www.welle-isebek.de informieren.

❱❱ Die „Welle Isebek“ ist alle zwei Monate auf Sendung. Anschließend steht die Sendung sieben Tage lang in der Mediathek von Tide zur Verfügung www.tidenet.de

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