Oberstufenschüler der NMS wollen ein dauerhaftes Spendenprojekt für Trinkwasser anstoßen. Foto: Carsten Frömchen

Am Anfang stand Empörung: „In vielen Ländern fehlt das Geld, um einen Brunnen zu bohren, und bei uns in der Schule liegt es auf dem Boden“, regte sich die neuzehnjähre Zaba Maqbool, Oberstufenschülerin der Nelson-Mandela-Schule NMS, auf. Sie hatte gesehen, wie viele Mitschüler einfach ihre Pfandflaschen gedankenlos wegwerfen. Doch was kann man als einzelner Schüler tun? Wenig. Aber gemeinsam geht eine ganze Menge.
In einer Projektwoche entwickelten die Schüler des „Kultur und Raum“-Profils der NMS ein Konzept, mit dem die Schule langfristig dazu beitragen kann, dass mehr Menschen weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. In drei Teams beschäftigten sich Schüler mit dem Thema. Die „Tonnen-Gruppen“ löste das Problem des ansprechenden Designs der Sammelstellen. Die „Flyer- und Poster-Gruppe“ sorgte für ein Werbekonzept, und die „Strategiegruppe“ klärte die Infrastruktur: Tonnenleerung, Spendenübergabe, Betreibergruppe finden und erhalten.
Jetzt stehen überall in der Schule bunte Sammelbehälter, in die Schüler und Lehrer Pfandflaschen und Dosen werfen können. Ein Schüler-Projektteam leert die Tonnen zweimal in der Woche, löst das Pfand ein und spendet das Geld an den gemeinnützigen Verein „Viva Con Agua“.

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