Von Wolfgang Wittenburg.

Sport macht durstig, das weiß jeder. Muss aber der Griff dann zur Einwegflasche gehen? Nein, meinen Andrea und Dirk Janssen aus Neugraben und packten das Problem mit Familienpower an. Unter dem Motto „Because it’s our only planet“ (deutsch „Weil es unser einziger Planet ist“, Anm. d. Red.) ruft die „Rüm Hart“-Stif- tung der Familie Janssen mit Unterstützung des Hamburger Sportbundes zum Verzicht auf Einwegflaschen im Sport auf. 2.000 Mehrwegflaschen werden Sportvereinen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Einzige Bedingung: Die grünen Behälter – jeder versehen mit kleiner Umwelt-Botschaft und Bändchen – müssen an die Mitglieder kostenfrei abgegeben werden. Mitmachen können Hamburger Sportvereine durch Hochladen eines Textes, Fotos oder kurzen Videos bei
facebook (www.facebook.com/because-its-our-only-planet).
Woraus sind die Flaschen? „Wir haben Aluminium und Edelstahl getestet und sind zu Tritan ohne den Weichmacher Bisphenol A gekommen“, sagt Dirk Janssen (49). Er rechnet vor: Wenn durch eine Trinkflasche zwei Einwegflaschen pro Woche vermieden werden, entspricht das rund 100 Einwegflaschen im Jahr. Bei 2.000 Mehrwegflaschen wären das 200.000 Einwegflaschen pro Jahr.
Auf die Idee kam Ehefrau Andrea (42): „Mir waren die vielen PET-Flaschen der anderen im Fitnessstudio ein Dorn im Auge.“ Solange der Vorrat reicht werden je 100 Flaschen in der Reihenfolge der kreativsten Beiträge an die Vereine abgegeben.
Die Aktion wird vom Hamburger Sportbund HSB unterstützt.

Maarten Malczak vom HSB: „Da in vielen Hallen Glasflaschen wegen der Bruchgefahr nicht gern gesehen sind, ist der Griff zur Plastikflasche naheliegend. Um Plastikmüll zu vermeiden, sind Mehrwegflaschen viel sinnvoller.“
Drei Jahre reifte die Idee, dann gründeten der Krankenkassenmitarbeiter und die Versicherungskauffrau mit ihren Kindern Malte (23) und Bilke (21), im Juni 2017 die „Rüm Hart“-Stiftung. Der Name kommt vom friesischen Wahlspruch „Rüm Hart – klaar Kimming“ („weites Herz – klarer Horizont“, Anm. d. Red.) und ist ein Hinweis auf die norddeutschen Wurzeln der Familie.

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