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Das Stadtmuseum Harburg am Museumsplatz hat einen großen Schatz entdeckt, der bislang im eigenen Archiv geschlummert hat: Harburg-Ansichten aus der Zeit von 1880 bis 1930. Hunderte von Fotoglasplatten zeigen Harburg im Wandel.
Das Museum hat die historischen Negative nun in traditioneller Technik entwickeln und in Handarbeit in hochwertige Einzelabzüge verwandeln lassen. 30 der schönsten Motive werden in der neuen Ausstellung „Frisch entwickelt – Harburg in frühen Fotografien“ gezeigt.
Die Fotoglasplatten, darunter sind Originale bedeutender Harburger Fotografen wie etwa Carl Timm und Kurt Foige, stellen einen wesentlichen Teil der fotografischen Überlieferung Harburgs dar. Die Glasplatten-Negative werden im Museum zurzeit fortlaufend digital erfasst. Eile tut Not, denn die hochempfindliche Filmschicht der Platten unterliegt chemischen Veränderungen, und das dünne Glas kann brechen. Die kleinen Schätze messen nur 9×12 bis 18×24 Zentimeter und dürfen heute mit Handschuhen angefasst werden.
Für die Experten des Museums war schnell klar, dass dieser Fotoschatz im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden sollte. Dafür mussten die fragilen Zeitdokumente aber zunächst in hochwertige Fotoausdrucke verwandelt werden. Für dieses Projekt gewann das Museum den Fotokünstler Martin Eckert. In seinem Fotolabor belichtete er die Bilder auf hochwertigem Barytpapier aus und entwickelte sie anschließend chemisch und in reiner Handarbeit.
Die Ausstellung nimmt die Besucher auf 30 Fotografien mit auf einen Streifzug durch die abwechslungsreiche Vergangenheit Harburgs. Viele Bauten prägen noch heute das Straßenbild und sind leicht wiederzuerkennen. Andere jedoch haben sich stark verändert oder sind ganz verschwunden. Sie wurden Opfer der Bombennächte oder der städtebaulichen Entwicklung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Die bisher überwiegend unveröffentlichten Bilder laden wie ein Fotoalbum Alteingesessene und Neu-Harburger zum Erinnern und Wiederentdecken ein. Wer sich in eines der Motive verliebt hat, kann es sogar käuflich erwerben: Jeder Abzug ist ein Unikat und kann erstanden und dann nach dem Ende der Ausstellung mit nach Hause genommen werden.
Die Ausstellung „Frisch entwickelt – Harburg in frühen Fotografien“ läuft noch bis zum 17. Februar 2019. Der Eintritt beträgt sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Kinder bis 17 Jahren zahlen nichts.

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