Beim erstes Spatenstich dabei (hinten v. l.): Fred Meinke, Peter Schmidt (Naturschutzbund Nabu), Edouard van Diem, Sonja Gerlich, Thomas Sommer (Nabu), Teresa Werdié, Rixa Gohde-Ahrens (Stadtteilbüro Neuwiedenthal), (vorne v. l.), Ulrike Bögel, Carola Karthäuser, Benjamin Alsen und Ulrike Just. Foto: ww
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Von W. Wittenburg /G. Pöpleu.

Der erste Spatenstich ist getan. Der Neuwiedenthaler Nachbarschaftsgarten entsteht an einem neuem Ort. Zunächst sollte er am Striepenweg zwischen Gerdauring und Luhering angelegt werden. Doch einige Anwohner hatten heftig protestiert, sich über mangelhafte Information beklagt, sodass der Garten nun auf eine Gewerbefläche direkt an der S-Bahn verlegt wurde. Hier gibt es rundherum keine Wohnungen, denn das Gelände grenzt direkt an die Gleise, das P+R-Parkhaus und einen Gewerbebetrieb.
Vorteil: Niemand kann sich durch laute Gärtner gestört fühlen. Aber es gibt auch Nachteile: Das städtische Gelände steht vorerst nur für eine befristete Zeit zur Verfügung, und es kostet möglicherweise Pacht. 38.000 Euro stehen insgesamt für den Garten zur Verfügung. Und: Die Freude an lauen Sommernächten im Freien dürfte durch den Lärm der S-Bahn sicherlich getrübt sein.

Die Bürger sind offenbar auch mit der neuen Lage zufrieden, haben inzwischen losgelgt. Mit einem Kleinbagger wurden Pflanzgruben für Obstbäume und Beerensträucher ausgehoben, Landschaftsentwickler Edouard van Diem half beim Bau des Staketenzauns aus Kastaninenholz und baute vier Hochbeete.
„Unser Nachbarschaftsgarten ist eine rund 2.000 Quadratmeter große Grünfläche, die mit Gartengerätehäuschen und Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden soll“, erklärt Rixa Gohde-Ahrens vom Stadtteilbrüo Neuwiedenthal. Die Gartengruppe besteht aus rund 20 Personen. Wer mitgärtnern will, bekommt kostenlos ein eigenes Beet, außerdem gibt es Beete, die von Gruppen, zum Beispiel Schülern der Grundschule An der Haake gepflegt werden. „Auch wenn die Gartenarbeit anstrengend ist, ich sehe uns schon im nächsten Jahr in einer lauen Sommernacht hier gemütlich beisammen sitzen und den Garten genießen“, sagt Teresa Werdié, die aus Chile stammt und seit 30 Jahren in Neuwiedenthal lebt. Und Ulrike Bögel – lebt seit 1968 im Stadtteil – meint: „Hier entwickelt sich ein Miteinander. Wir haben beim Gärtnern Getränke von Passanten geschenkt bekommen und die Freiwillige Feuerwehr Hausbruch hat in einer Freundschaftsaktion unsere Neuanpflanzungen gewässert.“

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