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Freitag, 30. November:

Musikalische Vesper:
Diese folgt einer alten monastischen Tradition des liturgischen Abendgebetes und wird seit fast 2 Jahrzehnten in der Gemeinde geübt. Sie ist gekennzeichnet durch ihre hohe musikalische Qualität, die darin zum Ausdruck kommt, dass der dabei übliche Psalmengesang und andere liturgische Gesänge von professionellen bzw. ausgebildeten Sopranistinnen (Oksana Lubova bzw. Heike Fischer) ausgeführt werden. Daneben intoniert der Kirchenmusiker Hanno Schiefner Orgelimprovisationen auf sehr hohem Niveau. Ergänzt wird die Musik durch anlassbezogen wechselnden biblischen Lesungen, Fürbitten und Segen, die von einem Geistlichen zelebriert werden. Als eine Besonderheit kann auch der Weihrauch betrachtet werden, der während der 45minütigen Feier dargebracht wird.
An diesem Freitag werden sich die Auswahl der Psalmen, der Lesungen und Gebete nicht wie gewohnt am Proprium des vergangenen Sonntags orientieren, sondern das Jubiläum in die Mitte stellen und die Orgelimprovisationen werden einen besonders feierlichen Ton haben.

Samstag, 1. Dezember:

Ausstellung:
Michale Borkowski ist Hobby-Archäologe und -Historiker, hoch verbunden mit dem Stadtteil Altona und der Hauptkirche. Seit Jahrzehnten geht er u. a. zu Baugruben und anderen Gelegenheiten, um dort Fundstücke zu sichern. Er hat ein umfangreiches Archiv von Bilder, Zeichnungen, Fotografien auch von der Kirche und geht akribisch Spuren zum Verbleib von Gegenständen und Kunstwerken nach, um sie wiederzufinden oder ihre Bedeutung und ursprünglichen Standort und Besitzverhältnisse ausfindig zu machen. Er schließt jeden Abend die Kirche zu, die über Tag i.d.R. offen steht.
Die Ausstellung wird Fotos, Reproduktionen, Zeitungsartikel, Bücher und originale Objekte zeigen, die im Zusammenhang mit der Geschichte und der Gegenwart der Kirche stehen und wichtige Ereignisse wie Zerstörung und Wiedereinweihung nach dem Krieg dokumentieren. Diese Ausstellung ist im Sommer im Untergeschoss von Mercado gezeigt worden und hat ein nachhaltiges Echo ausgelöst. Sie wird aber aus Anlass des Jubiläums und Dank des in der Kirche zur Verfügung stehenden Platzes erheblich erweitert werden.
Wer hat noch Erinnerungen an die Hauptkirche Altona vor und nach dem Krieg, sowie über den Wiederaufbau.

Kirchenführungen und Turmbesteigungen:
Der ungewöhnlich modern wirkende Kirchraum hat in seiner Schlichtheit einige Symbolik, auf die hingewiesen sich die Gestaltung vom Ender der 60iger Jahre auf beeindruckende Weise als sowohl biblisch motiviert als auch dem barocken Erbe verpflichtet erschließt. Außerdem ist es möglich, unter Begleitung den Vierungsturm zu erklimmen, von wo aus sich ein atemberaubender Blick über Altona und Hamburg, den Fischmarkt und den Hafen eröffnet.
Die Führungen werden von Gemeindegliedern durchgeführt und finden nach Bedarf statt.

Konzert Struensee-Gymnasium:
Das Gymnasium ist noch im Aufbau begriffen. Es gibt gute Kontakte zwischen den Fachbereichen Religion und Musik zur Kirchengemeinde. In loser Folge kommen Religionsklassen in die Kirche und werden vom Pastor kirchenpädagogisch begleitet. Die Gemeinde stellt dem Gymnasium darüber hinaus die Hauptkirche für regelmäßig sattfindende Konzerte von Schüler*innen zur Verfügung. An diesen Brauch anschließend werden Instrumental- und Vokalgruppen des Musikschwerpunktes ihr Können zum Besten geben. Der Inhalt richtete sich nach dem Stand des Könnens und dem Grad der Bewältigung des Lehrplans und ist im Augenblick noch nicht abzusehen. Wir freuen uns aber darauf, unser Jubiläum zusammen mit diesen und anderen Nachbarn feiern zu können.

Chorkonzert:
Die Kirchengemeinde verfügt mit Oksana Lubova über eine sympathische, einfühlsame und begabte Chorleiterin, von der gesagt wird, dass, wenn ein Mensch mutig genug ist, eine Probe zu besuchen, dieser nicht nur bleibt, sondern seinen Platz im Ensemble findet und so gut singt, wie er es nie für möglich gehalten hätte. Die Altonaer Kantorei führt mit der Bach-Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden“ ein Werk auf, dass aus der Erbauungszeit der Kirche stammt und einen hörbaren Bezug zur ursprünglich barocken Ausstattung der Kirche herstellt. Der Text der vierstimmigen Motette „Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker! Denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. Alleluja.“ (Psalm 117, 1-2) bringt unsere Dankbarkeit und Freude über das Bestehen der Hauptkirche deutlich zum Ausdruck.

Posaunenchor-Konzert:
Seit über 25 Jahren gibt es den Posaunenchor St. Trinitatis unter Leitung von Doris Möller. Ca. 20 Bläser treffen sich regelmäßig zum Üben. Interessierte bekommen kompetenten Unterricht und sind bald in der Lage, im Ensemble mitzuspielen. Um den Posaunenklang so richtig groß werden zu lassen, hat sich der Posaunenchor St. Trinitatis zum Jubiläumskonzert Gäste aus anderen Chören der Umgebung eingeladen. Dieses Konzert wird deutlich machen: Der Advent steht unmittelbar vor der Tür und Weihnachten ist dann auch nicht mehr weit. Viele Stücke wird man mitsingen können, ja soll man mitsingen. Wo wird denn heute noch gesungen, wenn nicht in der Kirche?

Orgelimprovisationen und Live-Malerei:
Kirchenmusiker Hanno Schiefner übt sich seit vielen Jahren in der Kunst der Improvisation an der Orgel. Da kann es schon mal vorkommen, dass man zwischen choralartigen Klängen ein „Viel Glück und viel Segen …“ zu hören bekommt, als stamme das Geburtstagsständchen aus der Erbauungszeit der Kirche.
„Wie ein roter Faden zieht sich durch die Arbeiten des ukrainischen Künstlers Pavel Ehrlich, geb. am 09.06.1966 in Odessa, die Suche nach dem Ursprünglichen, nach dem, was das Leben ausmacht“, heißt es auf seiner Homepage. Eine seiner Suchtechniken ist es, zu Musik zu malen, den klanglichen Eindruck unmittelbar in Farbe und Form zu bringen. So wird diese Stunde der Begegnung zwischen den beiden Künstlern eine Welturaufführung und ein unwiederholbares Ereignis.

Abendliedersingen und Geistliches zur Nacht
Der Tag soll in gemeinschaftlichem Singen ausklingen: durch „Herr, bleibe bei uns“, „Oh wie wohl ist mit am Abend“, „Der Mond ist aufgegangen“ bei Kerzenschein und in der tragenden Akustik unserer Kirche gesungen, werden unsere Gemüter sanft gestimmt und der kommenden Nacht entgegen geführt. Pastor Morche gibt den Besucher*innen ein geistliches Wort, ein Abendgebet und einen Segen auf den Weg.

Kinderfrühstück:
Kinder zwischen 5 und 8 Jahren sind eingeladen, miteinander zu frühstücken, eine – natürliche zur nahen Festzeit passende – Geschichte zu hören und zusammen zu backen. Die Ergebnisse können später bestaunt und dann aufgegessen werden.
Das Kinderfrühstück gibt es auch sonst an jedem ersten Samstag im Monat von 10-12 Uhr im Gemeindehaus. Statt backen steht dann das Gärtnern in den Hochbeeten der Gemeinde oder – in dieser Jahreszeit passender – das Basteln mit Naturmaterialien im Vordergrund als unser Beitrag zur Umwelterziehung.

Basar:
Wir feiern unser Jubiläum mit unseren Nachbarn zusammen und haben sie eingeladen, an Ständen kleine Geschenke zu verkaufen und mit Kindern etwas zu basteln. Wir werden Kerzen gestalten, Ton bearbeiten, mit Kindern malen, Buttons herstellen usw. Institutionen und Einrichtungen aus unserer Nachbarschaft werden sich mit Infoständen vorstellen und Kuchen bekommen wir von Schüler*innen des Struensee-Gymnasiums angeboten.
Apropos Essen: Das „Cafee mit Herz“, eine Unterstützungseinrichtung auf St. Pauli, versorgt jeden zweiten Sonntag in unserer ehemaligen Notkirche „Capello“ Obdachlose mit Essen, Kleidung und Waren des täglichen Bedarfs. In Kooperation mit der Kirchengemeinde feierte es Anfang September nun schon zum zweiten Mal ein Sommerfest mit Versorgung und Live-Musik für Obdachlose. Zu unserem Jubiläum wird das Team vom „Cafee mit Herz“ uns und unsere Gäste in Capello mit Mittagessen versorgen. Der Erlös soll die Arbeit vom „Cafee mit Herz“ unterstützen.

Zeitzeugentisch:
Michael Borkowski sammelt nicht nur historisch wertvolle Objekte, sondern auch Erzählungen und Anekdoten von Zeitzeugen. Am Samstag wird er mit einem Aufnahmegerät bereit sein, solche von unseren Gästen aufzufangen. Aus gegebenem Anlass ist er natürlich besonders an solchen interessiert, die mit der Hauptkirche zu tun haben. Wir wollen die Geschichten am Ende aufschreiben und zusammen stellen, mit historischen Fotos anreichern und in ein Buch drucken lassen. So soll ein Dokument entstehen, das einen authentischen Blick in das Leben um die Hauptkirche herum erlaubt.

Puppentheater:
Die alte Notkirche „Capello“ hat, nachdem sie als Kirche ausgedieht hatte (die Hauptkirche wurde ja am 1. Advent 1969 wieder eingeweiht), die Funktion eines Veranstaltungssaales gekommen. Aus dieser Zeit hat sie, wie das damals üblich war, eine Bühne, wo früher der Altar war. Auch heute noch eignet sich diese für Aufführungen verschiedenster Art. Beim Jubiläum nun soll es Puppentheater sein. Die eingeladenen Künstler gelten als derb und heiter, das Stück, das sie aufführen, ist durch die Weihnachtsgeschichte inspiriert, das verspricht eine anregende Mischung zu werden, sowohl für Kinder ab 6 Jahre als auch für Eltern und Großeltern.

Sonntag, 2. Dezember:
Die Evangelische Messe ist eine besonders feierliche Form des evangelischen Gottesdienstes. Der Zentralaltar und der darüber stehende Vierungsturm der Hauptkirche zeugt davon, wie hier die Hochschätzung des Abendmahls, der sich diese Form des Gottesdienstes verpflichtet weiß, in Architektur geronnen ist. Hier wird das Sakrament in ausführlicher liturgischer Gestaltung jeden Sonntag gefeiert, was neben den farbigen Gewändern des Pastors und der weißen Albe für die diensttuenden Gemeindeglieder im Raum der evangelischen Kirche nicht so häufig vorkommt. Die evangelische Messe in St. Trinitatis ist neben Glaubensstärkung und Alltagsdeutung auch ein ästhetisches Erlebnis für Menschen mit Zeit und Sinn für das „heilige Spiel“.
Bischöfin Kirsten Fehrs wird in der Jubiläumsmesse predigen, zelebrieren werden Propst Frie Bräsen und Pastor Torsten Morche. Und natürlich werden wir alle musikalischen Gestaltungskräfte aufbringen, die unsere Gemeinde zu bieten hat, um der evangelische Messe an diesem 1. Adventssonntag – ein solcher war es auch, als die Kirche nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau 1969 in neuer Gestalt als Gotteshaus wieder in Dienst genommen wurde – ein besonders feierliches Gepräge zu geben.
Anschließend sind die Gäste zum Empfang gebeten und es wird Gelegenheit geben, Grußworte zu sprechen und zu hören. Wir haben dazu neben der Bezirksamtsleiterin Frau Dr. Melzer Persönlichkeiten aus der Altonaer Lokalpolitik, aus Diakonie und Kirche, von Initiativen und Einrichtungen aus unserer Nachbarschaft und von der dänischen Kirche und dem dänischen Konsulat eingeladen. Wir hoffen auf einen regen Austausch unter den Gästen und mit uns.
Am späten Nachmittag findet zum Abschluss der Feierlichkeiten ein Singalong statt. Chor und Solisten sind ihr eigenes Publikum, oder umgekehrt: Das Publikum selbst bildet den Chor und kann bei den Arien die Solisten begleiten. Aufgeführt wird das Weihnachtoratorium von Bach. Über den musikalischen Genuss hinaus ist dieses Veranstaltungsformat unser Beitrag zu einer sozialen Integration im Stadtteil. Gemeinsames Singen verbindet, auch Kirchengemeinde und Bürgergemeinde, miteinander.

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