Was sie schon immer über Sex wissen wollten

Dass das „sie“ in der Überschrift kleingeschrieben ist hat schon seine Richtigkeit. Es geht auf der Homepage „ZANZU“ um Sexualkunde für Migranten und Flüchtlinge. In vielen Herkunftsländern spielt sexuelle Aufklärung eine untergeordnete Rolle. Deshalb wurde 2016 das Portal von der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen erstellt.

zanzu.de: „Zanzu stellt in 13 Sprachen einfach und anschaulich Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit zur Verfügung und erleichtert so die Kommunikation über diese Themen, z. B. im Rahmen einer Beratung. Somit erhalten insbesondere diejenigen, die noch nicht lange in Deutschland leben, einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in den Bereichen Körperwissen, Familienplanung und Schwangerschaft, Verhütung, Beziehungen und Gefühle, HIV/STI, Sexualität sowie Informationen zu themenverwandten Rechten und Gesetzen in Deutschland. Zanzu bietet Beratungsstellen sowie Ärztinnen und Ärzten eine konkrete Arbeitshilfe für die tägliche Beratungspraxis.“

Aktuell wird im Netz über Sexualkunde für Asylanten und Migranten kontrovers diskutiert.

„Die Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz fordert als Reaktion auf die mutmaßliche mehrfache Vergewaltigung in Freiburg spezielle Kurse für Migranten. So soll Wissen über Sexualität und Gleichberechtigung vermittelt werden.“ Die CDU Politikerin verlangt Sexualkunde schon in Erstaufnahmeeinrichtungen anzubieten. Welt.de

Pro Asyl hat sich skeptisch zu der Forderung nach spezieller Sexualaufklärung für Asylbewerber geäußert. Geschäftsführer Günter Burkhardt sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Man lernt Werte und Normen besser im Alltag als im Unterricht.“ NOZ.de

Der Generalsekretär des Islamrates Burhan Kesici sieht Sexualkundekurse und eine Frauenquote in seiner Organisation überwiegend kritisch und spricht von Vorverurteilung. (Interview für die „Welt“)

Die Zanzu-Webseite ist barrierefrei aufgebaut, die Menüs und Untermenüs ausgiebig bebildert und vertont. Wer nicht lesen kann, hört sich die detaillierten Informationen per Klick auf das Lautsprechersymbol an. Unter anderem werden Verhütungsmittel, Sexstellungen und Praktiken gründlich beschrieben und mit Piktogrammen, Grafiken und Fotos eindrücklich dargestellt. Auch wurde die interessante Seite für Smartphones und Tablets optimiert.

„Zanzu, mein Körper in Wort und Bild“

https://www.zanzu.de/de/

 

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