Ungünstige Stelle: Der Anhänger versperrt Autofahrern, die aus der Einfahrt kommen, die Sicht. Offensichtlich hat da jemand einen billigen Abstellplatz gesucht und gefunden. Foto: cvs

Ch. v. Savigny, Stellingen
Stein des Anstoßes ist ein gut zwei Meter hoher, planenbedeckter Anhänger, den jemand am Straßenrand des Försterwegs abgestellt hat. Bernd Mettal mit seinem Auto aus der Einfahrt kommt, kann er auf der rechten Seite so gut wie gar nichts sehen. „Ich finde das extrem gefährlich“, meint der Anwohner. Man müsse sich regelrecht auf die Straße hinaustasten. „Der Försterweg ist eine Tempo-30-Zone. Es sind viele Kinder unterwegs, auf die man als Autofahrer achten muss.“

Alle vier Tage muss man nachsehen

Besonders ärgerlich ist, dass das Gefährt nicht erst seit gestern in dieser Stelle steht. Bereits Ende Mai ist er Bernd Mettal zum ersten Mal aufgefallen. Von der Polizei habe er jedoch keine Hilfe erhalten. „Die Beamten sagen, der Anhänger werde täglich bewegt und dürfe daher dort stehen. Doch das ist Unsinn: Schon an dem Dreck und an den Blättern unter den Reifen sieht man, dass das nicht richtig ist“, sagt Mettal.

Als das Elbe Wochenblatt in der zuständigen Polizeiwache 27 in der Koppelstraße anruft, zeigt sich der Beamte verwundert: „Da sollte sich unsere Verkehrsabteilung eigentlich längst drum gekümmert haben“, meint Mitarbeiter Andreas Letz und verspricht zügige Abhilfe. Nach Auskunft der Polizei darf ein Anhänger längstens zwei Wochen am Straßenrand geparkt bleiben – spätestens dann müsse er weg.

Diese Regelung gelte jedoch nicht für Autos. „Ein Kfz können Sie theoretisch unbegrenzt stehenlassen“, erklärt Letz. Allerdings sei der Halter verpflichtet, zumindest alle vier Tage nach seinem Wagen zu sehen. „Es könnte zum Beispiel sein, dass eine temporäre Baustelle eingerichtet wird und man das Fahrzeug kurzfristig wegbewegen muss“, so die Info.
Auf der Plane des Anhängers ist der Name einer Küchenfirma aus Billbrook zu lesen – sogar mit Telefonnummer.

Doch der Anschluss ist tot, das Unternehmen offenbar nicht mehr existent. Kleiner Lichtblick: Bis vor wenigen Tagen stand auf der anderen – der linken – Seite der Einfahrt ein Campingbus – auch immerhin drei Wochen lang. „Wenigstens der ist nun nicht mehr da“, freut sich Mettal.

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