Starker Sommerzugang: Dusan Aksentijevic (r.) – hier im Zweikampf mit Nienstedtens Yannick Reutter – zählte zu den besten Eidelstedtern und erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 5:1. Foto: rp

RAINER PONIK; HAMBURG-WEST
Seit sechs Jahren steht Jogi Meyer beim SV Eidelstedt bereits als Trainer an der Seitenlinie, und auch in seiner siebten Landesliga-Spielzeit gibt es für den Übungsleiter nur ein Ziel: den Klassenerhalt. „Dass es uns in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen ist, in der Liga zu bleiben, ist für uns so viel wert wie für andere Teams die Meisterschaft“, weiß der Coach.

Seit vor eineinhalb Jahren verkündet wurde, dass die Spieler vom Verein kein Geld mehr erhalten, herrscht beim SVE ein reges Kommen und Gehen. Viele Sportler verließen den Verein, viele kamen aus dem eigenen und anderen Clubs dazu, um die Mannschaft fortan zu verstärken. Jogi Meyer steht vor einer schwierigen Aufgabe, denn er muss versuchen, den Umbruch voranzubringen und in kurzer Zeit ein neues Team zu formen, das in Hamburgs zweithöchster Spielklasse bestehen kann.

Der höchste Heimsieg der vergangenen Jahre

Nach passablem Saisonstart (sechs Punkte aus vier Spielen) ließ eine Serie von neun Niederlagen in Folge die Hoffnung auf den Nichtabstieg schwinden, doch nach einem 7:1-Kantersieg, der den Meyer-Schützlinge am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen Aufsteiger SC Nienstedten glückte, kommt bei den Blau-Gelben wieder Hoffnung auf.

Dabei war der SVE zunächst – wie zuletzt üblich – schnell mit 0:1 in Rückstand geraten. So schnell ließen sich die Gastgeber allerdings nicht entmutigen und profitierten zudem davon, das Nienstedtens Torwart Niklas Schwarz nach einem vermeintlichen Handspiel außerhalb des Strafraums von Schiedsrichter Jörn Ole Augustin (SC Victoria) vom Platz gestellt wurde. Ein von Morina Agonis verwandelter Elfmeter brachte den Hausherren sofort den 1:1-Ausgleich ein.

Die von Nikola Tesla zum SVE gewechselten Neuzugänge Serdo Morina (35., 38.) und Dusan Aksentijevic (53.) bauten den Vorsprung in der Folgezeit aus. Nienstedten ließ dagegen einige klare Tormöglichkeiten ungenutzt. Während die Gäste resignierten, feierten die Eidelstedter nach den weiteren Treffern von Emmanuel Adjouman, Morina Agonis und Marco Turan den höchsten Heimsieg seit vielen Jahren und verkürzten den Abstand zum „rettenden Ufer“ auf nur noch vier Punkte.

„Heute hatten wir mal das Quäntchen Glück, das uns bei den knappen Niederlagen gegen Spitzenreiter Paloma und den Tabellenzweiten HSV III (beide Spiele gingen 1:2 verloren) gefehlt hat“, freute sich Jogi Meyer nach dem Schlusspfiff über den willkommenen Motivationsschub für sein Team.
„Für uns geht es aber nach wie vor in jedem Spiel um alles“, ist Meyer klar, dass weitere Punktgewinne folgen müssen. Im Auswärtsspiel bei der zweiten Herren des Niendorfer TSV (Sonntag, 4. November, 11.15 Uhr, Sachsenweg), der zurzeit Tabellendritter ist, steht der SVE allerdings vor einer schwierigen Aufgabe.

1 KOMMENTAR

  1. „Seit vor eineinhalb Jahren verkündet wurde, dass die Spieler vom Verein kein Geld mehr erhalten, herrscht beim SVE ein reges Kommen und Gehen. “

    Das ist leider absoluter Schwachsinn. Noch immer verdienen einige Spieler unmenschlich hohe Summen und was bringt das? Den vorletzten Platz. Gutes Management sieht anders aus. Ganze Schwache Leistung die hier von den Verantwortlichen jedes Jahr aufs Neue fabriziert wird.

    #Raimundraus #RR

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