Unterwegs als UN-Diplomat: Schüler bei einer Veranstaltung im Haus Rissen. Foto: christianebach.de

Ch. v. Savigny, Rissen
Diskutieren, streiten, gemeinsam Lösungen finden: Rund 240 Hamburger Schüler schlüpfen Ende Oktober und Ende November in die Rollen von UN-Diplomaten und verhandeln an zwei Wochenenden Themen wie Mädchenrechte, Geburtenregistrierung und Bildungspflicht. Veranstaltet wird die so betitelte „Simulation der Vereinten Nationen (SVeN)“ vom Haus Rissen.

Die Teilnehmer sind Schüler zwischen 15 und 20 Jahren alt. Gefördert wird das Projekt von der Landeszentrale für Politische Bildung Hamburg.
Demokratische Prozesse kennenlernen
Worum es bei der zweitägigen Veranstaltung genau geht, erläutert SVeN-Projektleiterin Lena Hennemann: „Im Kern dreht es sich natürlich um Aufbau und Funktion der Vereinten Nationen“, erklärt sie.

„Aber die Schüler sollen auch demokratische Prozesse kennenlernen: Wie stelle ich Anträge? Wie präsentiere ich ein Thema? An welchem Punkt können wir uns einigen?“ Rhetorik, Kommunikation und Teamfähigkeit sollen geschult und verbessert werden. Ganz wie bei der echten UNO („United Nations Organization“) gibt es auch bei der Simulation zwei Gremien – einen Menschenrechts- und einen Wirtschafts- und Sozialrat – die unabhängig voneinander tagen und am Ende Lösungen präsentieren sollen.

Und auch das ist wie aus dem UN-Leben gegriffen: Formelle Phasen (Veranstaltungen) wechseln sich mit informellen Phasen (etwa Essenspausen) ab. Auf die Weise bekommen die Jung-Diplomaten die Chance, zwischendurch etwas im kleinen Kreis zu besprechen. „Das heißt, es wird ganz schön wuselig zugehen“, ist sich Hennemann sicher.

Vorbereitet haben sich die Schüler im Rahmen von schulischen Projektwochen, das Material dafür wurde vom Haus Rissen gestellt. Zu den Teilnehmern zählen Jugendliche der Stadtteilschulen Rissen, Eidelstedt, Blankenese, Stellingen sowie die STS am Hafen. Für die Abschlusszeremonie hat Katarina Fegebank, Hamburgs Kultursenatorin und Zweite Bürgermeisterin, ihr Kommen angekündigt. In anderen Bundesländern gäbe es die UN-Simulation schon länger – nur in Hamburg bislang noch nicht. „Wir sind überzeugt davon, dass die Schüler davon profitieren werden – auch im Hinblick auf ihr Abitur“, sagt Hennemann.

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