A1-A26-Dreieck mit Raststätte
A1/A26-Dreieck mit Raststätte Stillhorn (Montage von openstreetmap und BWVI-Präsentation durch Rothschuh)

Großartig erscheinen die Versprechen für den Fall, dass die Autobahn A26-Ost durch Kirchdorf an die A1 geführt wird: Endlich würde der geballe Lärm Dreck von Autobahn A1 und der Rast- und Tankstätte Stillhorn verschwinden. Die Raststätte würde nach Niedersachsen verlegt, die Autobahn A1 durch eine „Galerie“ nahezu vollständig von der Großsiedlung Kirchdorf-Süd  abgeschirmt.

Die Planer der DEGES und der Verkehrsbehörde schwärmten am 19.September 2018 geradezu von der Ruhe, die auf Kirchdorf-Süd zukäme. Nur am Rand wurde noch die geplante Autobahn-Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße erwähnt. Nachzuschauen ist das auch in der Präsentation der DEGES .

Niedersachsen will die Rastanlage in Stillhorn lassen.

Ganz massiv gegen die Veregung der Raststätte Stillhorn ist in Niedersachsen nicht nur die Bürgerinitiative (BI) gegen die geplante Tank- und Raststätte Elbmarsch an der A1 bei Meckelfeld,  sondern auch die von SPD und CDU gebildete Niedersächsische Landesregierung. Für die neue Raststätte, mit der die heutige in Stillhorn ersetzt werden soll, hat sie die Planungen  zunächst zurückgestellt.

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt (22.10.2018) verbindet der Niedersächsische Wirtschafts- und Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) die Standortfrage der Tank- und Raststätte mit dem Bau der A 26-Ost.

„Wir glauben, dass man den Standort Stillhorn neu bewerten muss.“

Niedersachsen könne jedenfalls nicht allein die Last des Lkw-Verkehrs von Hamburg aufnehmen und die Flächen für Parkplätze bereitstellen.

Althusmann verweist dabei zugleich auf das jetzt im Bau befindliche Paktzentrum von DHL am Autobahnanschluss Hamburg-Harburg in Neuland.

Schließlich habe Hamburg eine mögliche Fläche für eine neue Raststätte für ein Logistikzentrum von DHL freigegeben. „Das hat uns nicht amüsiert.“

Ermöglicht die DEGES-Planung für das Autobahndreieck das Fortbestehen der Raststätte?

Die Zeichnung, bei der die DEGES-Planung über die bestehende A1 mit der Raststätte Stillhorn gelegt ist, macht deutlich, dass der Anschluss der A26-Ost an die A1 keineswegs das Fortbestehen der Raststätte Stillhorn verhindert. Der Raum, den die Raststätte jetzt einnmimmt, wird durch den geplanten Anschluss der A26 kaum betroffen.

Das war anders bei der ursprünglichen Planung mit einem Anschluss sowohl der A26 als auch der Kornweide an die Autobahn A1.Dort ragten die Anschlüsse so weit auf das Gelände der Raststätte, dass diese ein unüberwindabares Hindernis für den Bau der A26  wäre.

Möglichersweise liegt darin auch der eigentliche Grund, warum die DEGES so vehement auf einem Anschluss an der Otto-Brenner-Straße drängt. Die A26-Ost soll nach dem Willen der Planer jedenfalls nicht an der Frage der Raststätte scheitern.

Bleibt die Raststätte, bleibt auch der Lärm und Gestank.

Ohne die Verlegung der Raststätte Stillhorn , so haben die Planer am 19.9.2018 auf Fragen dazu deutlich gemacht, ist ein Lärmschutz mit „Galerie“ überhaupt nicht möglich.

Gedankenspiele der Behörde und der DEGES zu der Gestaltung des Lärmschutzes an der A1 können ohnehin nicht Gegenstand einer  Planfeststellung der A26-Ost werden, so dass Aussagen der Planer dazu unverbindlich sind.

Lärmschutz an der A1 für Kirchdorf-Süd – nichts als eine Werbeparole?

Am 5.November 2018 soll ab 18:30 Uhr, in der Schule an der Burgweide, Karl-Arnold-Ring 13, eine weitere öffentliche Veranstaltung der Behörde, der Planungsgesellschaft DEGES und der Arbeitsgruppe „Perspektiven!“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg stattfinden. Hier sollte man darüber diskutieren, was der versprochene Lärmschutz ist: Gegenstand eines rechtssicheren Vertrages oder bloße Werbeparole?

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