„Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt.“ Sven Petersen, Trainer der Wilhelmsburger Oberliga-Handballerinnen, blickt nach den ersten vier Spieltagen ernüchtert auf die Tabelle. Jedesmal war sein gerade aufgestiegenes Team chancenlos und steht mit 0:8-Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
So ganz überraschend kommt der schwache Saisonstart für die SG Wilhelmsburg allerdings nicht. Aufgrund der Hallenschließung während der Sommerferien konnte man vor dem Saisonstart nur eine Woche unter dem Hallendach trainieren. „Diesen Wettbewerbsnachteil konnten wir bislang nicht ausgleichen“, weiß der erfahrene Coach. Immerhin steht Sven Petersen nach den berufs- und urlaubsbedingten Fehlzeiten wichtiger Spielerinnen seit kurzem endlich wieder der gesamte Teamkader zur Verfügung.
In der Wochenendpartie beim ATSV Stockelsdorf geriet die SGW trotzdem böse mit 18:25 unter die Räder. Vor allem die erste Halbzeit geriet zur historischen Fehlwurforgie. Gleich 20 Würfe verfehlten das Ziel, so dass die Gäste in Lübeck bis zur Pause mit 3:15 in Rückstand geraten waren. „Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte Moral gezeigt. Das lässt mich darauf hoffen, dass es in den nächsten Wochen wieder aufwärts geht“, so Sven Petersen. Beste Torschützen in Stockelsdorf waren Johanna Pieszkalla und Anna Lena Kahl, die je vier Mal trafen.
In den beiden spielfreien Wochen soll im Training ein offensiveres Deckungssystem einstudiert werden. „Wenn es uns gelingt, die zuletzt häufigen technischen Fehler zu dezimieren und wieder mehr Tempo in unseren Aktionen zu bringen, haben wir eine gute Chance, das Hamburger Derby gegen den FC St.Pauli für uns zu entscheiden“, wirft der SGW-Coach einen Blick voraus. Gespielt wird am Sonnabend, 27. Oktober, ab 16 Uhr in der Sporthalle an der Dratelnstraße.

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