Von Andreas Göhring.

Nach dem Aus der Großen Koalition im Harburger Rathaus setzt die SPD-Fraktion auf andere Schwerpunkte. Jetzt beauftragt sie gemeinsam mit ihren neuen Partnern von den Grünen und der Linken das Bezirksamt, mit den Planungen für ein automatisiertes Fahrradparkhaus am S-Bahn-Haltepunkt Fischbek zu beginnen.
Warum ein Fahrradparkhaus an dieser Stelle? Im geplanten Neubauquartier Fischbeker Reethen werden bis zu 3.000 neue Wohnungen entstehen. Soll der Öffentliche Personennahverkehr für die künftigen Neu-Fischbeker attraktiv gemacht werden, hilft es, die Nutzung der S-Bahn möglichst bequem zu machen.
Mit dem Auto zur S-Bahn zu fahren wäre sinnlos, denn in der Nähe des kleinen Bahnhofs gibt es kaum Parkplätze. „Es stellt sich außerdem die Frage, ob es für wenige hundert Meter Entfernung überhaupt sinnvoll oder auch nur gewollt ist, mit dem Pkw zu fahren“, sagt Frank Richter (SPD), Vorsitzender des Harburger Stadtplanungsausschusses.
SPD, Grüne und Linke weisen zudem gemeinsam darauf hin, dass „in Neugraben-Fischbek moderne Wohngebiete mit modernen Wohn- und Lebensformen entstehen“ – mit Menschen, die bewusst auf einen eigenen Pkw verzichten. Das solle gefördert werden.
Automatisierte Fahrradpark-häuser haben sich in der Praxis schon bewährt. So gibt es am Schulzentrum Rutesheim
(Baden-Württemberg) ein
„Bikesafe“ der Firma Wöhr. Es hat 122 Fahrradstellplätze auf acht Parkebenen – und das auf einer Grundfläche von nur 37 Quadratmetern. Die Parkebenen können als „Turm“ oder als „Schacht“ angelegt werden.
Vorteil für die Nutzer: Die Fahrräder sind sicher und geschützt gegen Vandalismus oder Diebstahl untergebracht. Sie werden bei Ankunft in eine Box gestellt, danach geht alles automatisch: Ein „Vertikalförderer“ transportiert das Fahrrad auf eine Lagerebene und parkt es automatisch ein. Bei Rückkehr steckt man einen Chip ein, danach ist das Rad innerhalb von 16 Sekunden wieder da.

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