Von Andreas Göhring.

Es hört nicht auf: Immer wieder gibt es im Hamburger Süden massiven Ärger wegen überraschender Straßensperrungen und mangelnder Koordination. Beim Ehestorfer Heuweg wurde offenbar übersehen, welche Folgen die Vollsperrung jenseits der Landesgrenze hat.
Anfang September war der Ehestorfer Heuweg im südlichen Bereich plötzlich voll gesperrt. Die Nachbarortschaften Ehestorf, Alvesen, Vahrendorf und Sottorf waren von der Lebensader B73 mit ihren Geschäften, Lokalen und Bahnhöfen abgeschnitten. Besonders übel: Auch die mögliche Umleitungsstrecke über den Ehestorfer Weg ist zurzeit noch gesperrt.
Aber auch in die andere Richtung geht nichts mehr. Eltern, die mit ihren Kindern zu den beliebten Ausflugszielen Kiekeberg und Wildpark wollen, müssen größere Umwege in Kauf nehmen.

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Ortschaften
sind von der
Lebensader B73 abgeschnitten: Ehestorf, Alvesen, Vahrendorf und Sottorf

Bei einem nicht öffentlichen Treffen im „Gasthaus Kiekeberg“ hatte Axel Krones, Ortsbürgermeister von Ehestorf/Alvesen, seinem Ärger Luft gemacht. Die Interessen der Gemeinde Rosengarten seien bei der Sperrung überhaupt nicht berücksichtigt worden. Vertreter des zuständigen Hamburger Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) sollen bei dem Treffen ein paar Verbesserungen zugesagt haben.
So sollen künftig Pflegedienste und andere ärztliche Helfer zu bestimmten Zeiten die Baustelle passieren dürfen. Und morgens und abends darf auch der Bus der Linie 340 durch. Tagsüber wird für die Busgäste eine andere Lösung vorgeschlagen: Wer zum Beispiel zum Kiekeberg will, fährt mit dem 340er bis zur vorläufigen Endhaltestelle „Ehestorfer Heuweg“, steigt aus, geht dann rund 800 Meter neben der Baustelle über die Landesgrenze und steigt dann an der Haltestelle „Ehestorf Landesgrenze“ wieder in einen anderen Bus.
Die Hoffnungen auf ein Ende der Vollsperrung werden sich so schnell nicht erfüllen. Die aktuellen Bauarbeiten, bei denen Versorgungsleitungen saniert und neu verlegt werden, sind nur die Vorbereitung für die eigentliche Sanierung des Ehestorfer Heuwegs im kommenden Jahr. Die muss 2019 begonnen und fertiggestellt werden, weil danach der achtspurige Ausbau der A7 zwischen Waltershof und Heimfeld beginnt. Dann erwartet die Anwohner der Umleitungsstrecken genau das Gegenteil des jetzigen Zustands.

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