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Ein bisschen die Welt retten, Spanisch lernen und einen neuen Kontinent entdecken – Paul Schade will alles auf einmal. Anfang September stieg der 18-jährige Heimfelder in ein Flugzeug Richtung Ecuador. Eigentlich wollte er nach Nicaragua, aber nachdem das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abgeraten hatte, wird es dann eben das Land an der Westküste Südamerikas.

Direkt nach seinem erfolgreich bestandenem Abitur wollte Paul ein Jahr lang weg aus Harburg. Vor gut einem Jahr entdeckte er den Internationalen Jugend Gemeinschafts-Dienst (IJGD) in Berlin. Diese Organisation vermittelt junge Menschen in die ganze Welt. Sie leben dort in Gastfamilien und arbeiten für ein kleines Taschengeld. Paul wird an einer Grundschule im Amazonas-Dschungel ecuadorianischen Kindern Englisch beibringen. „Ich gehe in eine Kleinstadt mit 33.000 Einwohnern direkt in den Regenwald“, sagt der begeisterte Fußball-Spieler. „Das muss dort extrem schön sein.“

Über gefährliche Tiere oder fiese Krankheiten macht er sich keine Gedanken. „Ich habe jede Menge Impfungen schon hinter mir. Meine Großeltern machen sich mehr Sorgen. Aber mein Vater war als junger Mann auch schon mal eine Weile in Nicaragua. Das wird schon alles klappen“, ist Paul zuversichtlich.

Dass er mit diesem Einsatz nicht wirklich die Welt retten kann, ist ihm auch klar. „Aber ich kann vielleicht ein bisschen was bewegen, wenn ich mich für die Menschen dort einsetze. Und für meine Spanischkenntnisse wird es perfekt sein, in einem spanischsprachigen Land zu leben. Da lerne ich sicher mehr, als wenn ich in muffigen Seminarräumen an der Uni sitze.“
Diese Reise erfordert vom jungen Heimfelder viel Einsatz. 2.700 Euro müssen die IJGD-Teilnehmer selbst aufbringen. Dafür hat Paul seine Kinderschätze auf Flohmärkten verkauft, eine Party organisiert und bei großen Firmen um Spenden gebeten. Auch die Verwandtschaft wurde eingespannt. „Meine Mutter hat sich auf ihrem Geburtstag von ihren Gästen Spenden gewünscht und mir das Geld hinterher gegeben.“

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