Wurde um 1866 für einen Tischlermeister aus Ottensen gebaut: Die – damals freistehende – Villa Max-Brauer-Allee 79. Heute sind hier Büros untergebracht. Führungen werden am Sonntag um 12 und um 13 Uhr angeboten. Foto: pmp Architekten

Gaby Pöpleu, Altona
Den Michel kennt jeder Hamburger, und auch das Bismarck-Denkmal ist den meisten ein Begriff. Doch in Hamburg stehen viele bedeutsame Bauwerke, die an Vergangenes erinnern. An den Tagen des Offenen Denkmals vom 7. bis zum 9. September öffnen auch in Altona viele von ihnen für Sonderveranstaltungen.

Eine Auswahl:

– Wie im Baujahr 1743 steht die barocke Hauptkirche St. Trinitatis, Kirchenstraße 40, wieder über dem Fischmarkt. Nach der Zerstörung im Bombenkrieg 1943 wurde sie in den Jahren 1954 bis 1969 wiederaufgebaut. Innen ist das Gotteshaus lichtdurchflutet und wirkt in seiner Schlichtheit modern. Die Kirche ist am Freitag von 18 bis 20 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Führungen mit Orgelvorstellung um 14 Uhr. Am Freitag lädt die Gemeinde um 19 Uhr zu einer musikalischen Vesper.

– Das Gymnasium Allee, Max-Brauer-Allee 83, wurde 1876 als erste städtische „Töchterschule“ in Altona gegründet. Der Neubau an der damaligen Straße „Allee“ enstand ab 1903. In dem Gebäude finden sich künstlerische Elemente des Jugend- und Heimatstils. Die Schule kann Sonnabend von 10 bis 16 Uhr, Sonntag von 10 bis 14 Uhr besichtigt werden. Führungen gibt es an beiden Tagen um 11 Uhr, am Sonnabend zusätzlich um 14 Uhr.

– 1878 ließ das Land Preußen in Altona die „Neue Caserne“ erbauen. Dort zog das 31. Königlich Preußische Infanterie-Regiment ein. In der Goldbachstraße 9 befand sich der Feldfahrzeugschuppen Nr. 3. Im Erdgeschoss wurde die Remise später zu einer Galerie umgebaut, im Obergeschoss ist aber die Raumaufteilung mit Kadettenschlafsaal und Büro des Polizeipräsidenten erhalten geblieben. Galerie und Verlag St. Gertrude öffnen am Sonnabend ihre Türen für Besucher.

– Das Stadtteilarchiv Ottensen lädt zum Spaziergang entlang des ehemaligen Bahngeländes. Gerd Riehm, Autor des Buches „Wie kann man hier bloß wohnen?“, geleitet durch die Gegend seiner Kindheit und Jugend, wo heute der erste Teil der „Neuen Mitte Altona“ entstanden ist. Die Führung startet am Sonntag um 15 Uhr. Treffen ist in der Stresemannstraße, Ecke Harkortstraße.

– Die katholische Kirche St. Jakobus, Jevenstedter Straße 111, wurde 1969 nach dem Entwurf der Architekten Walter Bunsmann, Jörn Rau und Paul Gerhard Scharf als moderner Kirchbau mit neuartigen Materialien errichtet. Die Kirche wurde 1971 eingeweiht. Sie ist am Sonntag von 10.30 bis 11.30 und 12.30 bis 15 Uhr geöffnet. Führungen werden um 10.30, 13, 14 und 15 Uhr angeboten, Gottesdienst ist um 11.30 Uhr. Mit krativem Familienprogramm.

Das vollständige Denkmal-Programm gibt’s unter
❱❱ www.denkmalstiftung.de/denkmaltag

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