So sieht der derzeitige IG-Planungsstand zum Blankeneser Marktplatz aus. grafik: Philip Patschan

Oliver Kroll, Hamburg West
Wie soll der Blankeneser Markplatz gepflastert werden? Was ist mit dem Grün am Rand des Areals? Wie soll das Markthäuschen aussehen? Das sind nur einige Fragen, die ganz unterschiedlich beantwortet werden.

So verschieden die Interessen, so unterschiedlich bisher die Antworten. Zu den vielen, die mitreden wollen, zählen: der Bürgerverein, die Blankeneser Interessengemeinschaft (BIG), das Zukunftsforum, die Kirche am Markt, Vertreter der verschiedenen Parteien, Marktbeschicker und die Interessengemeinschaft (IG) „Rettet unseren Blankeneser Marktplatz“ (das Elbe Wochenblatt berichtete).

„Muss nicht unbedingt zum Bürgerentscheid kommen“

Die IG hatte in der vergangenen Woche eingeladen, um den derzeitigen Planungsstand zu präsentieren. „Wir haben viel erreicht“, so ein optimistischer Professor Dieter Patschan gleich zu Beginn der Pressekonferenz.
Die IG-Zwischenbilanz beinhaltet sowohl positive Fortschritte wie auch weitere konkrete Forderungen. Danach besteht nun ein Konsens, dass der Markplatz einen anderen als den ursprünglich vorgesehenen Belag bekommt. Geplant ist nun ein Granitbelag.
Im Rahmen eines Straßenfestes am Sonnabend, 22. September, sollen die Bürger Proben des Pflasters zu sehen bekommen. Ingo Eggers von der BI: „Der Granit ist beständiger und zudem kostet er nicht so viel“.

Vom Tisch ist ebenfalls der zunächst geplante Brunnen in der Mitte des Platzes. Geplant sei nun ein Baum mit Bänken, so Monika Lühmann von der IG.
Weiter soll die Grünfläche an der Nordspitze der Marktfläche erhalten werden. Ebenso wie zwei Grünflächen an den Rändern des Areals.

Trotz des Kompromisses der verschiedenen Interessengruppen kritisiert Patschan Fehler bei der weiteren Planung. Es sei fatal, dass die weitere Planung des Platzes so weit nach hinten verschoben würde. „Das ist die falsche Reihenfolge.“
Tatsächlich dauerte die Umgestaltung der Flächen rund um den Marktplatz weit länger als geplant.

Kleine Episode am Rande: Ein Café-Betreiber vis-à-vis der Marktfläche hatte zunächst einen Preis für denjenigen ausgelobt, der den Termin der Fertigstellung an einer dem Markt angrenzenden Straßen richtig voraussagen könne. Später sorgte er mit Erde und Planzen für ein attraktives Gegenüber.
Mit dem jetzt gefundenen Kompromiss wurde zumindest ein kosten- und zeitraubender Bürgerentscheid abgewandt. Ingo Eggers: „Unser Weg zeigt, dass es nicht unbedingt zum Bürgerentscheid kommen muss.“

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