Das Ende war absehbar. Im Bezirk Harburg ist die Große Koalition aus SPD und CDU zerbrochen. Beide Parteien konnten sich nicht auf einen gemeinsamen Bezirksamtsleiter-Kandidaten verständigen.  Die SPD setzt auf Sophie Fredenhagen, die CDU lehnt sie entschieden ab. Seit dem Tod von Thomas Völsch im vergangenen November wird das Bezirksamt kommissarisch von Rechtsdezernent Dierk Trispel geleitet. Die SPD versucht jetzt, mit Unterstützung von anderen Fraktionen eine Mehrheit für ihre Kandidatin Fredenhagen in der Bezirksversammlung zu organisieren. Grüne und Linke stehen bereit.

Auszug aus der Presseerklärung des SPD-Kreisvorsitzenden Frank Richter:

Nachdem die Fraktionen von SPD und CDU am Donnerstagabend getrennt getagt hatten, teilten die Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes und der CDU-Bezirksfraktion Uwe Schneider und Ralf-Dieter Fischer den SPD-Vertretern im Koalitionsausschuss mit, dass die CDU-Fraktion eine Wahl von Frau Fredenhagen zur Bezirksamtsleiterin nicht unterstützen würde. Daraufhin erklärten der SPD-Vorsitzende Frank Richter und der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Heimath die Zusammenarbeit und damit die Große Koalition für beendet. Die Gremien der SPD hatten sich zuvor jeweils einstimmig für die Wahl von Frau Fredenhagen, die als geeignetste Kandidatin aus dem Bewerbungsverfahren hervorgegangen war, ausgesprochen. Auf seiner außerordentlichen Sitzung am 13. August 2018 hatte der SPD-Kreisvorstand noch einmal deutlich gemacht, dass die zeitnahe Wahl von Frau Fredenhagen Voraussetzung für die Fortführung der Koalition ist und für den Fall, dass die CDU einer Wahl von Frau Fredenhagen nicht zustimmt, beschlossen, die Koalition zu beenden….

Die SPD wird nunmehr Gespräche führen, um andere Fraktionen dafür zu gewinnen, in einer Sondersitzung der Bezirksversammlung bei der Wahl der Bezirksamtsleitung für Frau Fredenhagen zu stimmen.

 

 

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