Stromausfälle werden in den USA als „black-out“ bezeichnet. Foto: panthermedia

Ch. v. Savigny, Ottensen
Vor zwei Wochen waren auf einen Schlag 3.600 Bahrenfelder Haushalte ohne Strom, am darauffolgenden Wochenende gingen für ein paar Stunden im Mercado die Lichter aus: Aufgrund der anhaltend trockenen und warmen Witterung hat die Stromnetz GmbH in Hamburg derzeit mit massiven Ausfällen zu kämpfen.

Schuld ist laut Angaben des Unternehmens der sogenannte „Sommerfrost“, also ein völlig ausgetrockneter Boden, der zu einem Kabelversagen führen kann. Inzwischen habe es drei weitere Ausfälle auf Hamburger Stadtgebiet gegeben. „In der Regel haben wir im Mittel etwa alle zwei bis drei Tage eine Störung mit Versorgungsunterbrechung im Mittelspannungsnetz, also im Bereich von zehn Kilovolt“, sagt Sprecherin Anette Polkehn-Appel. „Dass solche Störungen vorliegen, ist etwas ganz Normales, auch wenn die genannten Daten zeigen, dass es hier eine Häufung geben hat.“

„Stromausfall“ im Mercado war eine Notfallübung

Im Einkaufszentrum Mercado war am Sonnabend, 4. August, gegen 14 Uhr der Saft weggeblieben. Nach gut einer Stunde war der Schaden behoben. „Da unsere Kabel zu 95 Prozent im Erdreich verbaut sind, bedeutet es immer, die Erde aufzugraben, um den Fehler am Kabel oder an der Muffe entsprechend zu beheben“, erklärt Polkehn-Appel die aufwändige Reparatur.

Für die nächsten Wochen rechnet der Betreiber der Hamburger Stromleitungen mit einem Rückgang der Ausfälle. „Eine Abkühlung des Wetters und damit verbundene Regenfälle entspannen den derzeit trockenen Boden“, so Polkehn-Appel. Allerdings sei so etwas nicht hundertprozentig vorhersehbar.

Bei einem weiteren Vorfall im Mercado letzte Woche – sämtliche Kunden waren spontan nach draußen gebeten worden – handelte es sich nicht um einen Stromausfall, sondern um eine Notfallübung. „Das machen wir einmal pro Jahr, um den Ernstfall zu testen“, erklärt Centermanager Sven Ebert. Nach zehn Minuten sei die Übung beendet gewesen.

❱❱ Auf der Webseite von Stromnetz Hamburg kann man Ausfälle melden: www.stromnetz.hamburg

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