Mit diesem Kader spielt der FC Teutonia in der Oberliga. Foto: teutonia

W. Düse, Ottensen
Punktgleich mit dem Tabellenzweiten Dritter in der Meisterschaftsrunde und Pokal-Halbfinalist – wäre da nicht das peinliche Scheitern in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga gewesen, die Bilanz der abgelaufenen Saison beim Fußball-Oberligisten Teutonia 05 wäre durchweg positiv ausgefallen.

„Soll ich jetzt sagen, wir wollen Fünfter werden?“ Dass er auf diese Frage keine Antwort erwartet, daran lässt Teutonias junger Trainer mit Blick auf die zweite Oberliga-Spielzeit des letztjährigen Aufsteigers keinen Zweifel. Tiefstapelei ist ohnehin nicht sein Ding, Sören Titzes Sichtweise ist geprägt von einer Mischung aus Realitätssinn und Ehrgeiz.

„Wir wollen ganz oben mitspielen.“
Es gibt nur eine Handvoll Vereine, die mit ähnlichen Summen hantieren dürfen wie die von Großsponsor Steffen Thate alimentierten Mottenburger. Aber nicht nur deswegen lastet auf Teutonia 05 ein ungleich größerer Druck als noch im ersten Oberligajahr: Sportlich, weil die Liga in diesem Spieljahr allgemein als wesentlich ausgeglichener angesehen wird.

Trainer Sören Titze muss komplett neu aufbauen

Zudem muss Titze wie vor einem Jahr erneut eine fast komplett neue Mannschaft aufbauen. Zwölf Spieler haben die Kreuzkirche wieder verlassen, vier von ihnen in Richtung des aus der Regionalliga abgestiegenen Stadtteil-Rivalen Altona 93: Beytullah und Seyhmus Atug, Vincent Boock und Torjäger Onur Saglam. Veli Sulejmani versucht sich zukünftig in der Regionalliga bei der U23 des FC St.Pauli.

Im Gegenzug sind zehn neue Akteure gekommen, darunter die regionalliga-erfahrenen Davidson Eden und Lorenz Lahmann-Lammert vom Lüneburger SK, Dino Fazlic vom VfB Oldenburg und Niklas Holz von Altona 93. Allem Anschein nach ist auch in dieser Saison an der Kreuzkirche genügend individuelle Qualität versammelt, um gehobene sportliche Ziele ins Auge zu fassen.

Mindestens genauso groß wie der Druck oben mitzuspielen wird auch der sein, der sich aus der bisherigen Vereinsstruktur ergibt. „Wir wollen auf allen Ebenen angreifen“, kündigt Titze auch an. Dazu muss in jedem Fall das Liga-Umfeld nachhaltig mitwachsen, soll in absehbarer Zeit der Sprung in die vierte Liga gelingen.

Ein beinahe noch schwieriger zu lösendes Problem als die sportliche Qualifikation. Und die ist schon schwierig genug. Aller Voraussicht nach wird Teutonia 05 im Frühsommer 2019 nicht der einzige Bewerber aus Hamburg sein.

❱❱ www.fcteutonia05.de

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