Bislang nur eine Idee: Fischbeker Reethen mit einem großen Teich in der MItte. Grafik: KCAP_Kunst_Herbert_ IBA Hamburg

Andreas Göhring, Süderelbe
Das geplante Wohnquartier Fischbeker Reethen soll keine langweilige Trabantenstadt an der Landesgrenze sein. Der Projektentwickler, die IBA Hamburg GmbH, legt von vornherein Wert auf eine attraktive, lebenswerte Gestaltung des rund 70 Hektar Neubaugebiets und hat deshalb jetzt einen Ideenwettbewerb für einen zentralen Bereich des Quartiers ausgeschrieben.
Dieser Bereich wird öffentlich sein, kann also von allen genutzt werden. Hier soll es Spielplätze, Parkanlagen und Angebote zum Aufenthalt und zur körperlichen Betätigung geben, dazu wird es viel Wasser geben – unter anderem einen neu angelegten, zentral gelegenen Teich. Deshalb wird der Bereich auch „grün-blaues Band“ genannt.
Erste Skizzen hatte 2016 schon das Büro KCAP Architects & Planners gemeinsam mit Kunst + Herbert Architekten in einem Wettbewerb vorgelegt. Auf dieser Grundlage sind nun acht Landschaftsarchitektenbüros aufgefordert worden, die Planungen zu verfeinern und konkrete Gestaltungsvorschläge zu machen.
Mit dem Ideenwettbewerb für das grün-blaue Band setzt die IBA Hamburg weiter auf eine ihrer Leitideen für die drei großen Neubaugebiete im Süderelbe-Bereich. Wie der Vogelkamp nördlich des S-Bahnhofs Neugraben und der Fischbeker Heidbrook auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne werden auch die Fischbeker Reethen unter dem Motto „naturverbunden Wohnen“ vermarktet.

Private und öffentliche
Flächen verzahnen

Dahinter steckt die Absicht, den historischen Begriff „Gartenstadt“ neu zu beleben, weiterzu- entwickeln und an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts anzupassen. „Unser Ziel ist es, verschiedenste hochwertige Freiraumangebote wohnungsnah zur Verfügung zu stellen und damit eine enge Verzahnung zwischen privaten und öffentlichen Flächen zu schaffen“, sagt IBA-Sprecher Stefan Laetsch.
Im September wird ein Preisgericht drei Entwürfe auswählen. Auch das sind noch keine endgültigen Planungen, denn die Entwürfe sollen auch noch öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Erst danach werden die Aufträge vergeben.
Voraussichtlich 2021 oder 2022 kann schließlich mit dem Bau erster Gebäude begonnen werden. Wieviele Wohnungen in den Fischbeker Reethen entstehen, kann erst nach der endgültigen Feststellung eines Bebauungsplans gesagt werden.

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