Anke Harnack und Christian Buhk feiern die von den Finkenwerdern gewonnene Stadtteilwette. Foto: CM

Caja Meier, Finkenwerder
Seit Wochen hatten die Menschen in Finkenwerder auf den 4. August hingefiebert. Denn dann sollte die große NDR Sommertour von NDR 90.3 und Hamburg Journal auf der ehemaligen Elbinsel Halt machen. Höhepunkt: eine knifflige Stadtteilwette.
Um Finkenwerders Geschichte als Fischerinsel, die Nähe zur Elbe und den Fischfang ging es. So hatten die Gastgeber gewettet: Finkenwerder wird es nicht schaffen, 150 Frauen und 150 Männern als Fischer verkleidet und mit Netzen und Fischen bestückt auf dem Festplatz zu versammeln, die gemeinsam den kniffligen Zungenbrecher „Fischers Fritz fischt frische Fische“ aufsagen.
Das konnten die Anwohner natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Auf Hochtouren wurden Netze geknüpft, Fische gebastelt und Buscherumps, also die traditionellen blauen Fischerhemden, aus dem Schrank geholt. So hatten die Herausforderer nicht die geringste Chance gegen die Fischersleute. Dann gibt Alexander Heinz von NDR 90.3 die offiziellen Zahlen bekannt.

Insgesamt 332 Frauen und 229 Männer, also zusammen 561 Fischer haben sich versammelt. Da ist der Zungenbrecher ein Leichtes, Finkenwerder gewinnt die Stadtteilwette.

Silberfische und Piranhas
im Publikum

Christian Buhk macht sich im Publikum ein Bild von den Fischern und den Verkleidungen. Er findet Goldfische, Silberfische, Piranhas, Paradiesfische: „Man versucht mich hier mit ,dreugt Fisch’, also Trockenscholle, zu bestechen.“ Letztendlich haben die verkleideten Fischer die Bestechungsversuche aber gar nicht nötig.
Die 1.000 Euro, die Sommertour-Partner Lotto Hamburg gespendet hat, geht an die MusikInsel Finkenwerder. Der Verein will damit ein neues Akkordeon kaufen. Als besondere Überraschung spendet der Bezirk Hamburg-Mitte weitere 1.000 Euro.
Die Finkenwerderer können auch Party: Ausgelassene Stimmung herrschte beim Auftritt von Sydney Youngblood. Bei „If only I could“ und Younbloods Version von Michael Jacksons „Billie Jean“ hielt kaum einer die Füße still, auch nicht bei der folgenden Hermes House Band, die dem Publikum so richtig einheizte.
Und Sänger Jop traf den Nagel auf den Kopf, als er ausrief: „Lasst uns das zu einer Party machen, die wir nicht vergessen werden!“ Erst gegen Mitternacht ging die große Stadtteilsause zu Ende.

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