schoko eis mit in eiswaffel und schokosauce

Oliver Kroll, Hamburg West
Sie kennen harte Jungs? In den Elbvororten sind sie eher selten. Je weiter Sie in ostwärts gelegene Stadtteile vordringen, desto häufiger treffen Sie auf junge Männer, die von sich behaupten werden, hart zu sein. Offen dabei bleibt: Hart gegen sich selbst, hart gegen andere?
Wobei Härte an sich keinen Wert mehr darstellt. Zumindest in Publikationen wie „Brigitte“ oder „Barbara“.
Kommen wir zum eigentlichen Thema. Denn hier geht es nicht um Männer. Es geht um Eis.

Die einprägsamste Eissorte – besonders unter Männern

Eine besonders kreative Eismanufaktur hat diese besagten „Harten Jungs“ in ihrem Kühltresen. Und meint damit eine Art Schokoladeneis.
Damit zeigt die Kreativabteilung der Eismacher weit mehr Erfindungsreichtum als so mancher hochdotierter Werber. Denn auch die anderen Eissorten tragen lustige Namen wie „Kirschblüte“ oder „Gummibärcheneis“. Okay, die Kirschblüte ist vorbei. Gummibärchen sind auch eher etwas für die lieben Kleinen.
Interessanterweise fällt Männern, nach Eissorten besagter Eisdiele gefragt, zumeist als
erstes die Sorte „Harte Jungs“ ein.
Das muss an ihrem seltenen Vorkommen in freier Wildbahn liegen. Ist es eine heimliche Sehnsucht nach fossilen Männern wie Clint Eastwood oder Charles Bronson? Zumindest in ihren Hollywood-Filmen schlugen die erst zu. Dann fragten sie.
Doch zurück zum Eis. Hier liegt der Hamburger Westen weit vorn. Die „Eisliebe“ in Ottensen schaffte es sogar schon bis in die „Süddeutsche Zeitung“. Auch die „Eisprinzessinnen“, nahe der Altonaer Kinderklinik gelegen, erregten über die lokalen Grenzen hinaus Aufmerksamkeit ob Qualität und Geschmack.
Wobei die beiden „Eisprinzessinnen“ studierte Architektinnen sind, die erst später ihre wahre Berufung fanden. Für einen Berufswechsel ist es also nie zu spät.
Nur in Politikerkreisen ist die Sehnsucht nach etwas ganz anderem eher gering ausgeprägt.
Einmal Politiker – dann meist für lange Zeit Politiker. Wobei Politiker auch kein Lehrberuf ist. Lehrer, Juristen oder Verwaltungsfachleute sind in der Politik willkommen. Männer also, die vermutlich des Deutschen bevorzugtes Vanilleis in der Tüte sehen wollen.
Ist der Politiker reif für einen Berufswechsel, lockt eventuell ein Job in der Wirtschaft. Dann gibt es Ärger mit der Partei.
Es ist also nicht immer so erfreulich wie bei den Eisprinzessinnen. Ob beim Eismachen Härte gefragt ist, bleibt ihr Geheimnis.

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