Für einen Arztbesuch hatte Dorit S. 250 Euro Bargeld im Haus, das nach dem Besuch ihrer Putzfrau fehlte. Foto: panthermedia

Horst Baumann, Bahrenfeld/Gross Flottbek
Die junge Frau wirkt sympathisch, sie hat sehr gut geputzt. „Ich hätte ihr das nie zugetraut“, sagt Dorit S. (Name geändert), „aber nach ihren Besuchen fehlten mir 250 Euro Bargeld, das ich im Schrank versteckt hatte.“
Als die 79-Jährige den Verlust der ersten 100 Euro bemerkte, gab sich Dorit S. noch selber die schuld, die Geldscheine verloren zu haben. Doch als 14 Tage später nach dem nächsten Besuch der Putzhilfe weitere 150 Euro fehlten, gab es für S. keinen Zweifel mehr. Sie sagte ihrer Putzfrau, dass sie 250 Euro vermisse und fragte, ob sie wisse, wo das Geld sein könne. Die stritt alles ab, S. sagte ihr sie brauche nicht mehr zu kommen. Einige Tage später lag ein Umschlag mit 250 Euro bei Dorit S. im Briefkasten.
Eine weitere Bewohnerin aus der Steenkampsiedlung kann diese Masche bestätigen. Als Bärbel B. mit ihrem Hund im Volkspark spazieren ging, wurde sie von einer Joggerin angesprochen, ob sie eine Putzhilfe suche. Als B. die Frau zum Kaffee in ihre Wohnung einlud, wurde man sich rasch einig. Nachdem die Frau zum Putzen in B.s Wohnung war fehlte Bargeld. „Ich habe nichts wiederbekommen.“

„Gesundes Misstrauen
ist angebracht“

Beide Frauen kümmern sich längst wieder selber um den Haushalt. Sie wollen die Nachbarn warnen, vorsichtig zu sein, wenn ihnen jemand anbietet, für sie zu putzen. „So sympathisch ihnen die Person auch ist: Ein gesundes Misstrauen ist immer angebracht“, so Bärbel B. Hat B. mit der Polizei gesprochen? „Ja, aber die waren desinteressiert.“

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