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Im Rahmen der Bauausstellung 2013 war schon einmal etwas Vergleichbares entstanden: Der „Loop“, ein asphaltierter, 6,5 Kilometer langer Rundkurs, führt über die Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel und bietet Fußgängern, Skatern und Radfahrern eine weitgehend autofreie Möglichkeit des Vorwärtskommens.
Weitere, gut befahrbare Radwege sollen innerhalb der nächsten Jahre folgen: Die Verkehrsbehörde (BWVI) plant nach eigener Auskunft den Ausbau der beiden Velo-routen 10 und 11, die vom Hamburger Rathausmarkt ausgehend über Wilhelmsburg nach Harburg und nach Neugraben führen. Unter anderem werden die Strecken durch
den Hafen (Hermann-Blohm-Straße) und der Abschnitt südlich der Mengestraße für Radfahrer passend gemacht. Die Arbeiten sollen – soweit möglich – im Jahr 2020 abgeschlossen sein. „Die Grundidee,
lange, zusammenhängende Strecken für Radfahrer anzubieten, wird mehr und mehr sichtbar“, sagt BWVI-Sprecher Christian Füldner. Das ist im Detail geplant: Die bei Radfahrern beliebte „Hafenstrecke“ durch den Alten Elbtunnel (Route 11) – bislang mit einem kombinierten Fußgänger- plus Zwei-Richtungs-Radweg ausgestattet – bekommt zwei Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Zudem wird das alte Kopfsteinpflaster durch Asphalt ersetzt.

Die Grundidee, lange zusammenhängende Strecken für Radfahrer
anzubieten, wird mehr und mehr sichtbar
Christian Füldner
Sprecher
Verkehrsbehörde

Im weiteren Verlauf wird auch die Veringstraße auf ganzer Länge mit Radfahrstreifen versehen. Richtig flott soll es südlich der Mengestraße weitergehen: Dort wird das schmale, parallel zur Wilhelmsburger Reichsstraße verlaufende Sträßchen durch einen Radschnellweg ersetzt. Diese Maßnahme kann allerdings erst nach der Verlegung der Reichsstraße in Angriff genommen werden. Über die Mengestraße soll eine „Radschnellwegbrücke“ führen.
Auch die Veloroute 10 (City – Veddel – Georgswerder – Wilhelmsburg – Neugraben) soll mit Radfahrstreifen ausgestattet werden: In der Otto-Brenner-Straße etwa wird eine der beiden Fahrspuren für den Radfahrverkehr umfunktioniert – Autofahrer müssen also künftig mit einer Spur weniger zurechtkommen. Laut BWVI soll die Route langfristig bis nach Stade ausgebaut werden – auch hier als Radschnellweg. Um die neuen Velorouten kümmert sich bei Bedarf der Winterdienst. Die Beschilderung des Routennetzes will die Behörde nach Abschluss der Bauarbeiten komplettieren.

 

 

Velorouten

Insgesamt hat Hamburg 14 Velorouten: Zwölf davon laufen sternförmig auf dem Rathausmarkt zusammen, die restlichen beiden Strecken sind Ringrouten. In den Süden führen nur die beiden Routen 10 (bis Neugraben, knapp 25 Kilometer) und 11 (bis Harburg, knapp 16 Kilometer).
Das Veloroutennetz der Hansestadt soll 280 Kilometer umfassen, wovon bislang 150 Kilometer fertig sind. Allerdings geht es offenbar langsamer voran als geplant: So wurden beispielsweise im Jahr 2017 nur 7,2 Kilometern ausgebaut. Ziel des Ausbaus ist es, den Radanteil am Verkehrsgeschehen auf 25 Prozent zu steigern. Laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) liegt der Wert derzeit bei 15 Prozent.

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