Blutmond über die Elbe vom Fischmarkt aus gesehen
Der Blutmond über die Elbe vom Fischmarkt aus gesehen

Angenehm warmer Wind wehte am Freitagabend die Fischmarkt-Besucher entgegen. Sehnsüchtig warteten sie gemeinsam auf das Astronomie-Ereignis des Jahres und verrenkten sich dabei die Köpfe in die Nacken gegen den wolkenfreien Himmel, aber zu sehen war vorerst davon nichts. Dabei hatten doch die Medien von den sensationellen Geschehen am Himmel berichtet, der Vollmond sollte gegen Abend komplett in rot zu sehen sein. Die Fischmarkt-Besucher suchten den Himmel in allen Richtungen ab, aber von den sogenannten „Blutmond“ war nirgendwo etwas zu entdecken. Einige von ihnen gaben sogar enttäuscht auf, packten ihre Kamera ein und machten sich auf den Weg nach Hause, aber diejenigen, die nicht gleich aufgaben, wurden etwas später reichlich belohnt. Vom Fischmarkt aus gesehen tauchte der dunkle, fast kaum erkennbare rote Mond, wie versprochen gegenüber der Elbe, hinter dem Dock 11 auf. Es war ein deutliches „aaaah“ oder ein „ooooh“ zu vernehmen. Auch der Mars zottelte mit etwas Abstand den blutroten Mond hinterher und zeigte seine rötliche Farbe, obwohl der Mond in seinem rot eher wie der Mars ausgesehen hatte. Nun wurde unter den Besuchern reichlich diskutiert, wie solch eine Mondfinsternis wohl im Mittelalter seine Wirkung auf die Menschen hatte. Gegenseitig wurden die frisch fotografierten Mondfinsternisfotos gezeigt, wer wohl das beste Motiv hatte. Nach und nach stieg der Mond immer höher und war auch immer deutlicher und heller am Nachthimmel zu sehen, aber die rötliche Färbung verabschiedete sich langsam, bis der Mann im Mond wieder im hellen strahlenden Licht zu erkennen war.

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